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CBDC: US-Repräsentantenhaus blockiert Digitaldollar der Fed bis 2030

Die Kammer verabschiedete ein mehrjähriges Moratorium für einen digitalen Dollar der Fed für Privatkunden und schickt den Kampf in den Senat, wo die Politik zur digitalen Zentralbankwährung beide Parteien gespalten hat.

Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete am Donnerstag ein Gesetz, das die Federal Reserve bis 2030 an der Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) hindert. Damit verschärft sich ein seit Jahren andauernder Streit darüber, ob die Zentralbank jemals die Befugnis erhalten sollte, einen digitalen Dollar für Privatkunden zu schaffen.

Das Gesetz, das von der Führung der Republikaner als „CBDC Anti-Surveillance State Act“ vermarktet wird, geht nun an den Senat, wo die Dynamik um die Ausgabe eines digitalen Dollars deutlich offener ist. Eine parteiübergreifende Gruppe von Senatoren hat Bedenken hinsichtlich der Befugnisse der Fed zur Ausgabe einer Retail-Währung geäußert, während das Weiße Haus gleichzeitig Offenheit für einen Rahmen signalisiert hat, der nicht so weit geht wie ein direkt an Verbraucher gerichtetes Token.

Warum das wichtig ist

Ein hartes Moratorium würde das aggressivste Instrument der Fed für die direkte Abwicklung im Privatkundengeschäft einfrieren und einen Weg versperren, den mehrere große Zentralbanken bereits beschritten haben. Für Stablecoin-Emittenten und Banken würde der Entwurf die digitale Schicht des US-Dollars zudem für die nächsten Jahre wieder fest im privaten Sektor verankern und eine Marktstruktur zementieren, in der regulierte Stablecoins die On-Chain-Dollarnachfrage absorbieren, die eine CBDC sonst an sich gezogen hätte.

Auswirkungen auf den Markt

Stablecoin-Emittenten mit einem regulatorischen Standbein in den USA, darunter Tether und Circle, werten die Abstimmung als faktischen Rückenwind: Eine Retail-CBDC ist auf absehbare Zeit vom Tisch, während der GENIUS-artige Stablecoin-Rahmen, den das Repräsentantenhaus Anfang des Jahres verabschiedet hat, die politische Energie hinter private Dollar-Token lenkt. Der Blick richtet sich auf den Senatskalender. Eine Abstimmung im Plenum ist der nächste konkrete Auslöser.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat das US-Repräsentantenhaus tatsächlich abgestimmt?

    Das Repräsentantenhaus verabschiedete den CBDC Anti-Surveillance State Act, der die Federal Reserve bis 2030 an der Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung hindert. Der Entwurf geht nun zur Beratung an den Senat.

  2. Verbot das Gesetz Stablecoins?

    Nein. Das Moratorium zielt ausschließlich auf eine Retail-CBDC der Fed. Regulierte Stablecoins aus dem Privatsektor bleiben unberührt, und die zuvor im Repräsentantenhaus verabschiedete Stablecoin-Gesetzgebung bewegt sich auf eigener Spur weiter.

  3. Was ist eine Retail-CBDC und warum ist sie umstritten?

    Eine Retail-CBDC ist ein direkt an Verbraucher ausgegebener digitaler Dollar der Zentralbank. Kritiker argumentieren, sie könnte staatliche Überwachung privater Transaktionen ermöglichen, während Befürworter sagen, sie würde Zahlungen modernisieren und die Dominanz des Dollars sichern.

  4. Wie wirkt sich das auf Krypto- und Stablecoin-Emittenten aus?

    Ein mehrjähriges Verbot beseitigt einen direkten Fed-Wettbewerber für private Stablecoins und stärkt die Marktstruktur, in der regulierte Emittenten wie Circle und Tether die On-Chain-Dollarnachfrage bedienen.

  5. Wie geht es im Senat weiter?

    Der Entwurf braucht 60 Stimmen, um einen wahrscheinlichen Filibuster zu überwinden. Eine parteiübergreifende Koalition von Senatoren hat Bedenken gegen die Retail-Währungsbefugnisse der Fed geäußert, doch Senatskalender und Führungsetage entscheiden, ob und wann eine Plenarabstimmung stattfindet.

Quellenangabe
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