Die CFTC hat eine vorläufige endgültige Regelung erlassen und eine zweite Regelung vorgeschlagen, um bestimmte Eventkontrakte, darunter Märkte zu Sport, Politik, Kultur und Wetter, ihrem Swap-Regelwerk zu unterstellen. Die vorläufige Regelung tritt sofort in Kraft, bleibt aber für Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit offen. Für den separaten Vorschlag kann die Öffentlichkeit 30 Tage lang Stellungnahmen einreichen.
Die Behörde unterscheidet zwischen Glücksspiel im Stil von Casinos, das ihrer Ansicht nach nicht unter die Definition von Swaps fällt, und Eventkontrakten, die auf Plattformen wie Kalshi und Polymarket gehandelt werden und ihrer Auffassung nach unter die Aufsicht der CFTC gehören. Damit wird die Position von Vorsitzendem Mike Selig zur offiziellen Politik, während Bundesstaaten die Zuständigkeit der Regulierungsbehörde anfechten.
Warum das wichtig ist
Die Regeln sollen den Anspruch der CFTC stärken, dass Prognosemärkte allein in ihre Zuständigkeit fallen und nicht unter die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten. Mehrere Bundesstaaten argumentieren, dass einige Plattformen illegale Sportwettenmärkte betreiben. Die Urteile der Bundesberufungsgerichte gehen auseinander: Eines stellte sich gegen die Bundesstaaten, zwei unterstützten sie.
Bundesstaaten und ehemalige Bundesbeamte haben dem Supreme Court ihre Sicht dargelegt. Das Gericht wurde gebeten, den Streit beizulegen. Die neuen Regeln der CFTC könnten dokumentieren, wie die Behörde ihre Auslegung umsetzt, während der Rechtsstreit weitergeht. Sie klären jedoch nicht, wer zuständig ist.
Auswirkungen auf den Markt
Kalshi und andere Unternehmen für Prognosemärkte befürworten die Aufsicht durch die CFTC, die einen bundesweiten Regulierungsweg für Eventkontrakte schaffen würde. Für den Regelungsvorschlag läuft noch eine 30-tägige Frist für Stellungnahmen. Die vorläufige endgültige Regelung ist bereits in Kraft und bleibt für Eingaben aus der Öffentlichkeit offen.
Der Ausgang könnte bestimmen, ob diese Märkte unter die bundesweite Aufsicht für Derivate fallen oder den Glücksspielregeln der einzelnen Bundesstaaten unterliegen. Vorerst sorgen die unterschiedlichen Gerichtsurteile und der noch anhängige Streit vor dem Supreme Court dafür, dass die Regulierung umkämpft bleibt.
Häufig gestellte Fragen
-
Welche Eventkontrakte würde der Regelungsvorschlag der CFTC erfassen?
Der Vorschlag umfasst Eventkontrakte zu Sport, Politik, kulturellen Ereignissen und Wetter, darunter Märkte auf Plattformen wie Kalshi und Polymarket.
-
Welche der beiden CFTC-Regelungen ist bereits in Kraft?
Die vorläufige endgültige Regelung tritt sofort in Kraft und bleibt für Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit offen. Der separate Vorschlag befindet sich noch im Entwurfsstadium; dafür gilt eine 30-tägige Frist für Stellungnahmen.
-
Wie unterscheidet die CFTC Eventkontrakte von Glücksspiel in Casinos?
Die Behörde sagt, Glücksspiel im Stil von Casinos falle nicht unter ihre Swap-Definition. Eventkontrakte will sie dagegen als Swaps behandeln, die der Aufsicht der CFTC unterliegen.
-
Warum fechten Bundesstaaten die Zuständigkeit der CFTC für Prognosemärkte an?
Mehrere Bundesstaaten beanspruchen die Zuständigkeit für Sportwetten auf diesen Plattformen und werfen einigen von ihnen vor, illegale Glücksspielmärkte zu betreiben.
-
Wie ist der Streit vor Gericht derzeit ausgegangen?
Die Urteile der Bundesberufungsgerichte gehen auseinander: Eines stellte sich gegen die Bundesstaaten, zwei unterstützten sie. Bundesstaaten und ehemalige Bundesbeamte haben den Supreme Court gebeten, die Frage zu klären.