Charles Schwab, der Brokerage-Riese mit rund 12 Billionen Dollar an Kundenvermögen, hat damit begonnen, direkten Spot-Kryptohandel für US-Privatkunden über seine Plattform Schwab Crypto auszurollen. Eine erste Kundengruppe kann auf der Plattform nun Bitcoin und Ether kaufen und verkaufen, teilte das Unternehmen am Dienstag auf X mit. Der Zeitplan für die erste Jahreshälfte 2026 war bereits im Vormonat von CEO Rick Wurster bestätigt worden. Schwab bot Kryptoengagement bisher schon über Spot-ETFs und Futures an; dieser Rollout ergänzt den direkten Besitz um diese bestehenden Schienen.
Warum es zählt
Die Größenordnung ist die eigentliche Story. Schwab führt die US-Privatkunden-Brokerage-Landschaft mit rund 35 Millionen Kundenkonten an – eine Käuferschicht, die bisher eine eigenständige Krypto-Börse (Coinbase, Kraken, Robinhood) eröffnen musste, um $BTC oder $ETH direkt zu halten. Wird der Spothandel in eine Brokerage integriert, die 401(k)-Sparer, RIAs und Vorsorgesparer bereits nutzen, sinkt die Onboarding-Hürde faktisch auf null: gleicher Login, gleiche Abrechnungen, gleiche Steuerausweise, gleicher Compliance-Rahmen. Im Juli letzten Jahres bezeichnete Wurster den Schritt als unausweichlich für das Haus; im April hängte er ihn am Zeitfenster der ersten Jahreshälfte fest. Die Uhr tickt nun.
Marktauswirkung
Der kurzfristige Zufluss in Schwab Crypto wird moderat ausfallen – eine erste Kohorte, keine Flut –, aber die strukturelle Lesart ist das, was die übrige Branche beobachtet. Ein $12-Bio.-Asset-Inkumbent mit 35 Mio. Konten, der eine direkte Spot-Schiene öffnet, ist genau die Art von legitimierendem Ereignis, die Pensionsplan-Gremien, RIAs und über Banken geleitetes Kapital von der Seitenlinie holt. Die Beobachtungspunkte ab hier: wie schnell Schwab die erste Kohorte ausweitet, ob Custody, Staking oder ein breiteres Token-Menü als Nächstes kommen und ob der Schritt Wettbewerber – Vanguard, Fideltys Privatkundengeschäft, Merrill – dazu bringt, ihre eigenen Direkt-Spot-Roadmaps zu schärfen, statt sich weiter auf den Spot-ETF-Wrapper zu stützen, den sie ohnehin schon verkaufen.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat Charles Schwab konkret eingeführt?
Schwab hat damit begonnen, direkten Spot-Kryptohandel für US-Privatkunden über die Plattform Schwab Crypto auszurollen – beginnend mit einer ersten Kohorte, die Bitcoin und Ether kaufen und verkaufen kann.
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Wie groß ist Schwab Privatkundenbasis?
Schwab verwaltet rund 12 Billionen Dollar an Kundenvermögen und bedient etwa 35 Millionen Brokerage-Konten – damit zählt das Haus zu den größten Privatkunden-Brokeragen weltweit.
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Wie unterscheidet sich das von Schwab bestehenden Krypto-Produkten?
Schwab bot Kryptoengagement bisher bereits über Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs sowie über den Futures-Handel an. Der neue Rollout ergänzt diese bestehenden Produkte um den direkten Besitz der zugrunde liegenden Assets.
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Wann wurde der Zeitplan bestätigt?
CEO Rick Wurster erklärte im Juli 2025, Schwab plane die Einführung des Krypto-Handels in naher Zukunft, und bestätigte im April 2026 das Zeitfenster erste Jahreshälfte 2026.
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Warum ist der Schwab-Start für die Krypto-Adoption relevant?
Wird der Spothandel in eine Brokerage integriert, die Vorsorgesparer und RIAs bereits nutzen, entfällt die Registrierung bei einer eigenständigen Krypto-Börse – das könnte einen deutlich breiteren Pool an Mainstream-Kapital in direkten Bitcoin- und Ether-Besitz ziehen.