Citrini Research – die Firma, die im Februar die KI-getriebene Marktwelle auslöste – hat die dezentrale Krypto-Börse Hyperliquid und ihren HYPE-Token zu einer neuen „überzeugenden" Investmentidee erklärt. Die These stützt sich auf eine Behauptung, die die meisten Krypto-Projekte nicht aufstellen können: Die Plattform generiert echten Cashflow und leitet den Großteil davon an HYPE zurück.
Hyperliquid, der dominante On-Chain-Handelsplatz für Perpetual Futures, hat laut DeFiLama-Daten, die Citrini zitiert, rund 1,06 Milliarden US-Dollar an annualisierten Gebühren und etwa 220 Milliarden US-Dollar an Perp-Volumen in 30 Tagen erzielt. Über 90 % dieser Gebühren fließen in den Assistance Fund, ein Token-Buyback-Vehikel, das seit dem Launch im Januar 2025 kumulativ mehr als 2 Milliarden US-Dollar an HYPE am offenen Markt zurückgekauft hat. Allein dieser Buyback machte im letzten Jahr fast die Hälfte der gesamten Token-Buyback-Aktivität im Krypto-Sektor aus.
Warum das wichtig ist
Citrinis Urteil hat genau deshalb Gewicht, weil die Februar-Notiz der Firma KI-Aktien bewegt hat. Ein Research-Haus mit dieser Bilanz, das HYPE auf den Schirm nimmt, holt den Token in dieselbe Debatte wie Cashflow-Aktien – das ist die explizite Rahmung im Report: „Anders als der memetische Mainstream des Kryptomarktes (einschließlich Bitcoin) generiert HYPE legitimen Cashflow." Diese Umklassifizierung ist das Argument. Es geht nicht darum, dass HYPE steigt; es geht darum, dass der Mechanismus, der diese Cashflows erzeugt, eher einem Aktienrückkaufprogramm gleicht als einem Meme-Zyklus.
Das zweitrangige Signal ist regulatorischer Natur. Die CFTC hat im vergangenen Monat den Weg für bestimmte Krypto-Perpetual-Futures-Produkte unter US-Aufsicht geöffnet, und große Börsen – Coinbase, Kraken – liefern sich nun ein Rennen, um diese Produkte in den USA anzubieten. Hyperliquid hat seine Dominanz aufgebaut, während amerikanische Trader ausgeschlossen waren. Der politische Kurswechsel verschärft den Wettbewerb, dem Hyperliquid von etablierten Handelsplätzen künftig ausgesetzt sein wird, validiert aber zugleich die Produktkategorie als investierbar.
Marktauswirkungen
HYPE gehört in diesem Jahr zu den herausragenden Performern, auch wenn der breitere Digital-Asset-Sektor unter Druck geriet. Citrinis Rahmung – Fundamentals statt Narrativ – gibt Allokatoren einen Grund, den Token über diese Korrektur hinweg zu halten, und die 2 Mrd. US-Dollar Absorption durch den Buyback-Fund liefern dieser These einen strukturellen Boden, solange die Perp-Volumina halten.
Häufig gestellte Fragen
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Warum hat Citrini Research Hyperliquid als „überzeugende" Idee bezeichnet?
Citrini argumentierte, HYPE generiere anders als der Großteil des Kryptomarktes legitimen Cashflow, und über 90 % der Plattformgebühren flössen in das Assistance-Fund-Buyback-Vehikel, das seit Januar 2025 mehr als 2 Mrd. US-Dollar an HYPE absorbiert hat.
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Wie viel Umsatz generiert Hyperliquid?
Hyperliquid hat laut DeFiLama-Daten, die Citrini zitiert, rund 1,06 Milliarden US-Dollar an annualisierten Gebühren und etwa 220 Milliarden US-Dollar an Perpetual-Futures-Volumen in 30 Tagen erzielt.
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Wie funktioniert der Buyback-Mechanismus des HYPE-Tokens?
Über 90 % der von Hyperliquid generierten Gebühren werden in den Assistance Fund umgeleitet, der die Erlöse systematisch verwendet, um HYPE am offenen Markt zurückzukaufen. Die kumulativen Käufe haben seit dem Launch im Januar 2025 2 Milliarden US-Dollar überschritten.
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Welche Rolle spielt die CFTC in der Hyperliquid-Story?
Die CFTC hat im vergangenen Monat den Weg für bestimmte Krypto-Perpetual-Futures-Produkte unter US-Aufsicht geöffnet und damit Börsen wie Coinbase und Kraken dazu veranlasst, diese Produkte in den USA anzubieten – einen Markt, den Hyperliquid offshore dominiert hat.
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Welche Risiken erkennt die Citrini-These an?
Das Buyback-Modell hängt von anhaltenden Derivaten-Handelsvolumina ab. Sollten die Perp-Volumina sinken, geriete das Tempo der HYPE-Rückkäufe unter Druck, was den strukturellen Boden schwächen würde, den der Fonds derzeit bietet.