Die regulatorische Zukunft von Krypto ist nach Ansicht von Coinbase-CEO Brian Armstrong kein binäres Ergebnis mehr. Ob der Clarity Act in dieser Sitzungsperiode durch den Kongress geht oder stockt, "Krypto gewinnt in jedem Fall", sagte er und verwies auf Hunderte Seiten überparteilicher Beiträge, die Coinbase' "Must-have"-Punkte bereits gelöst hätten.
Warum es wichtig ist
Armstrongs Rahmung positioniert das Gesetz als Vehikel zur Kodifizierung der Marktstruktur und nicht als Alles-oder-Nichts-Moment für die Branche. Stablecoin-Bestimmungen, Verwahrungsregelungen und die SEC-CFTC-Abgrenzung haben sich alle gegenüber ihrem Ausgangspunkt verschoben und bringen den Sektor auch bei einem verzögerten Gesetzgebungszeitplan auf die richtige Seite der Regulierungskurve.
Der verbleibende Kampf konzentriert sich auf Ethikbestimmungen für gewählte Amtsträger, die digitale Vermögenswerte halten. Das Weiße Haus hat eine "sehr starke Ethikbestimmung" auf den Tisch gelegt; die Demokraten wollen zusätzlich Divestiture-Sprache daraufsetzen. Armstrong sagte, die beiden Seiten "scheinen sich sehr nahe zu sein".
Marktauswirkungen
Armstrong lieferte sich einen Schlagabtausch mit JPMorgan-CEO Jamie Dimon, der Coinbase beschuldigt hat, Stablecoin-Bestimmungen auszunutzen, um gegen Banken zu arbitrieren. Ohne Dimon beim Namen zu nennen, sagte Armstrong, Kritiker mit großen Zahlungsgeschäften hätten ein "wettbewerbliches Problem" und würden "ihr eigenes Buch verkaufen". Er verwies auf Goldman Sachs, BNY Mellon und Fidelity als institutionelle Unterstützer des Gesetzes.
Armstrong wies auch auf agentic finance hin, autonome KI-Agenten, die Onchain-Geschäfte abwickeln, als "noch früh, aber das ist der große TAM am Horizont". Für eine Branche, die auf Klarheit wartet, lautet die Botschaft, dass das nächste Wachstumssegment möglicherweise gar kein Gesetz erfordert.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der Clarity Act und was würde er bewirken?
Der Clarity Act ist ein US-Marktstrukturgesetz, das die Zuständigkeit von SEC und CFTC über digitale Vermögenswerte abgrenzen, Stablecoin-Regeln festlegen und die Verwahrungsregelung kodifizieren würde. Armstrong sagt, dass der überparteiliche Kompromiss die meisten branchenumstrittenen Bestimmungen bereits gelöst hat.
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Welche ungelösten Bestimmungen könnten das Gesetz noch kippen?
Ethikbestimmungen für gewählte Amtsträger, die digitale Vermögenswerte halten, sind das letzte ungelöste Stück. Das Weiße Haus hat eine starke Ethikbestimmung angeboten; die Demokraten wollen zusätzlich Divestiture-Sprache daraufsetzen. Armstrong sagt, beide Seiten scheinen einem Deal nahe zu sein.
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Warum wies Armstrong Dimons Stablecoin-Kritik zurück?
Dimon hat Coinbase beschuldigt, den Stablecoin-Rahmen des Gesetzes zu nutzen, um gegen Banken zu arbitrieren. Ohne Dimon beim Namen zu nennen, sagte Armstrong, Kritiker mit großen Zahlungsgeschäften hätten ein "wettbewerbliches Problem" und würden "ihr eigenes Buch verkaufen".
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Welche traditionellen Finanzfirmen haben den Clarity Act unterstützt?
Armstrong nannte Goldman Sachs, BNY Mellon und Fidelity als institutionelle Unterstützer des Gesetzes und argumentierte, dass die Gesetzgebung Unterstützung über den krypto-nativen Sektor hinaus gefunden habe.
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Was ist agentic finance und warum wies Armstrong darauf hin?
Agentic finance bezeichnet autonome KI-Agenten, die Onchain-Geschäfte ohne menschliche Vermittlung abwickeln. Armstrong nannte es "noch früh, aber das ist der große TAM am Horizont" und rahmte es als Wachstumsbereich unabhängig vom regulatorischen Zeitplan.