Die von Coinbase unterstützte Stand With Crypto UK hat am Mittwoch ihre 286.000 Mitglieder aufgerufen, bei britischen Filialbanken formelle Beschwerden wegen pauschaler Sperren für Krypto-Transaktionen einzureichen, teilte die Interessenvertretung mit.
Die Kampagne richtet sich gegen neun Retailbanken. Chase UK, Starling, TSB, Virgin Money und Metro Bank verhängen vollständige Sperren für Überweisungen und Kartenzahlungen an Krypto-Börsen. Barclays, HSBC, Nationwide, NatWest, Santander und Monzo setzen stattdessen strenge Überweisungslimits. SWC UK stützt ihren Vorstoß auf den „Locked Out"-Bericht des U.K. Cryptoassets Business Council von Januar 2026, der zehn Börsen — darunter Coinbase, Kraken, OKX und Gemini — befragte und feststellte, dass britische Banken rund 40 % der inländischen Krypto-Überweisungen blockieren oder verzögern. Achtzig Prozent dieser Börsen berichteten über einen Anstieg der Sperren in den vergangenen zwölf Monaten; eine Plattform erklärte, Banken hätten in einem einzigen Jahr Überweisungen von bis zu 1 Million £ abgelehnt.
Why it matters
Das Timing ist die eigentliche Story. Einen Tag nach dem Locked-Out-Bericht erklärte die HM Treasury gegenüber der Presse, sie erwarte nicht, dass FCA-zugelassene Firmen Konto- oder Transaktionseinschränkungen von Banken unterworfen werden. SWC UK instrumentiert diese Aussage nun — aus einem höflichen politischen Satz wird ein öffentlicher Stresstest gegen einzelne Banken, mit 286.000 Mitgliedern, die bereit sind, Beschwerden auf dem Leseniveau der Aufsichtsbehörde einzureichen.
Der Widerspruch, den SWC UK betont, ist scharf. Die Payment Services Regulations 2017 verpflichten Banken, Zahlungen auszuführen, die die Kontobedingungen erfüllen — gleichzeitig halten rund 8 % der britischen Erwachsenen Kryptoassets und die FCA hat mehrere in dem Land tätige Börsen registriert. Zugleich stellen dieselben Banken, die Retail-Überweisungen blockieren, heimlich Digital-Asset-Teams ein und prüfen intern Krypto-Produkte, was Befürworter als wettbewerbsfeindlich rahmen: Institutionen dürfen die Schienen bauen, Privatkunden nicht mitfahren.
Market impact
Die Kampagne bietet britischen Krypto-Investoren einen koordinierten Beschwerdekanal statt vereinzelter Frustration in sozialen Medien.
Häufig gestellte Fragen
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Welche britischen Banken blockieren Krypto-Überweisungen?
SWC UK benennt neun. Chase UK, Starling, TSB, Virgin Money und Metro Bank verhängen vollständige Sperren für Überweisungen und Kartenzahlungen an Krypto-Börsen. Barclays, HSBC, Nationwide, NatWest, Santander und Monzo setzen statt voller Verbote harte Überweisungslimits.
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Wie oft werden britische Krypto-Überweisungen tatsächlich blockiert?
Der „Locked Out"-Bericht des U.K. Cryptoassets Business Council von Januar 2026 befragte zehn Börsen, darunter Coinbase, Kraken und OKX, und stellte fest, dass Banken rund 40 % der inländischen Krypto-Überweisungen blockieren oder verzögern. Achtzig Prozent dieser Börsen meldeten einen Anstieg der Sperren in den…
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Was hat die HM Treasury zu Krypto-Beschränkungen der Banken gesagt?
Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte CoinDesk am Tag nach dem Locked-Out-Bericht, die Regierung erwarte nicht, dass FCA-zugelassene Firmen Konto- oder Transaktionseinschränkungen durch Banken unterworfen werden, und fügte hinzu, zugelassene Firmen müssten fair behandelt werden.
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Wie viele Menschen sind von britischen Krypto-Bankenbeschränkungen betroffen?
Die FCA schätzt, dass rund 8 % der britischen Erwachsenen Kryptoassets halten — die betroffene Retail-Bevölkerung liegt damit im Millionenbereich. SWC UK argumentiert, die Bankpolitiken griffen unabhängig vom tatsächlichen Risikoprofil jedes Einzelnen und seien daher unverhältnismäßig.
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Was fordert Stand With Crypto UK seine Mitglieder auf zu tun?
SWC UK ruft seine 286.000 britischen Mitglieder auf, formelle Beschwerden direkt bei ihren Banken einzureichen und an den Financial Ombudsman Service zu eskalieren, falls die Banken die Beschränkungen nicht zurücknehmen. Jede Beschwerde wird als Datenpunkt gerahmt, den die Aufsichtsbehörden lesen müssen.