Die Übernahme beider Kongresskammern durch die Demokraten hat die Aussichten des Clarity Act weiter getrübt. Der Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen kam im September unter republikanischer Kontrolle nicht voran. Krypto-Interessengruppen gaben rund 170,5 Millionen Dollar für die Wahlen aus. Für die Branche ist es nun jedoch schwieriger geworden, das Gesetz in seiner jetzigen Form durchzubringen.
Warum das wichtig ist
Die Zukunft des Gesetzentwurfs ist ungewiss, nicht unbedingt aber der breitere Vorstoß für Krypto-Regeln. Mehr als 70 Demokraten im Repräsentantenhaus hatten die Gesetzesvorlage zuvor unterstützt. Einige Vertreter der Branche meinen, eine überparteiliche Unterstützung könne auf Grundlage eines stärkeren Verbraucherschutzes und von Vorkehrungen gegen Interessenkonflikte wieder aufgebaut werden.
Der Streit um Stablecoin-Belohnungen bleibt ein erhebliches Hindernis. Banken sind dagegen, dass Börsen Kunden für dollarbesicherte Token belohnen. Sie argumentieren, solche Angebote könnten Einlagen von traditionellen Konten abziehen. Die Republikaner konnten den Streit während ihrer Kontrolle des Kongresses nicht beilegen.
Auswirkungen auf den Markt
Führungskräfte der Branche rechnen mit einer stärkeren Kontrolle von Kryptounternehmen und den Krypto-Interessen von Präsident Donald Trump durch den Kongress. Dazu könnten Anhörungen und Untersuchungen zu Geldwäsche, Cybersicherheit und Verbraucherschutz gehören. Einige erwarten auch eine genauere Prüfung tokenisierter Aktienangebote. Bedenken zu den Plänen anderer Unternehmen betreffen Robinhood jedoch nicht direkt.
Der Rückschlag bei der Gesetzgebung bedeutet nicht, dass der Ausbau von Krypto-Handelsprodukten zum Stillstand kommt. Eine Führungskraft der Branche verwies auf die Entscheidung der CFTC, Perpetual Futures auf einzelne Aktien an qualifizierten US-Börsen zuzulassen, merkte aber an, dass ein Bundesrichter infrage gestellt hat, ob diese Produkte zulässig sind. Die Aussichten sind zweigeteilt: Eine strengere Aufsicht könnte manche Geschäftsbereiche einschränken, während Kryptofirmen weiter in den Derivatehandel und Märkte für traditionelle Vermögenswerte vordringen.
Häufig gestellte Fragen
-
Warum haben sich die Aussichten des Clarity Act verschlechtert?
Der Gesetzentwurf kam im September unter republikanischer Kontrolle nicht voran, und nun kontrollieren die Demokraten beide Kongresskammern. Vertreter der Branche sehen für das Gesetz in seiner jetzigen Form einen engeren Weg.
-
Wie viel gaben Krypto-Interessengruppen für die Wahlen aus?
Krypto-Interessengruppen gaben rund 170,5 Millionen Dollar für die Wahlen aus.
-
Welcher Streit steht dem Clarity Act im Weg?
Banken sind dagegen, dass Börsen Belohnungen für dollarbesicherte Token zahlen. Sie argumentieren, solche Angebote könnten Einlagen von traditionellen Bankkonten abziehen.
-
Könnte das Gesetz mit überparteilicher Unterstützung wieder aufgegriffen werden?
Einige Vertreter der Branche sehen Chancen für ein Gesetz mit stärkerem Verbraucherschutz und Vorkehrungen gegen Interessenkonflikte. Sie verweisen auf die Unterstützung von mehr als 70 Demokraten im Repräsentantenhaus.
-
Welches Produkt könnte trotz des Rückschlags bei der Gesetzgebung rechtlich unsicher sein?
Die CFTC ließ Perpetual Futures auf einzelne Aktien an qualifizierten US-Börsen zu. Ein Bundesrichter stellte jedoch infrage, ob diese Produkte zulässig sind.