Der CLARITY Act des Senatsbankenausschusses geht mit mehr als 100 vorgeschlagenen Änderungsanträgen in das Markup-Verfahren und liegt damit in derselben Größenordnung wie der Vorstoß im Januar, bei dem 137 Änderungsanträge eingebracht wurden, bevor eine geplante Abstimmung fielen gelassen wurde. Die Flut unterstreicht, wie unfertig die seit Langem verzögerte Marktstruktur-Gesetzgebung selbst nach monatelangen Verhandlungen bleibt. Banken, Demokraten und Krypto-Verbände setzen vor der Sitzung am Donnerstag an unterschiedlichen Punkten an.
Der folgenreichste Streit dreht sich um Stablecoin-Belohnungen. Der aktuelle Kompromiss im Senat würde ertragsähnliche Anreize auf ungenutzten Stablecoin-Beständen verbieten, Belohnungen im Zusammenhang mit Transaktionsaktivität aber weiterhin erlauben — eine Linie, die verhindern soll, dass Stablecoins zu Einlagen-Substituten werden, ohne Nutzungsanreize pauschal zu verbieten. Bankenverbände halten diese Ausnahme für zu eng. Die Senatoren Jack Reed und Tina Smith haben einen Änderungsantrag eingebracht, der den Maßstab verschärft und auf Belohnungen abzielt, die "im Wesentlichen vergleichbar" mit Einlagenzinsen sind. Über das Schicksal dieses Antrags dürfte sich bei der Markup-Sitzung am deutlichsten entscheiden. Die von Coinbase unterstützte Initiative Stand With Crypto berichtet, Banken-Lobbyisten hätten 8.000 Briefe verschickt, um die Senatoren zur Verschärfung der Formulierung zu drängen. Die Gruppe sagt, ihre eigenen Unterstützer hätten mit 8.000 Anrufen und 300.000 E-Mails geantwortet, und Befürworter hätten fast 1,5 Millionen Mal Kontakt zu Abgeordneten aufgenommen, um für den Gesetzentwurf zu werben.
Warum das wichtig ist
Die Demokraten bauen zusätzlichen Druck auf den Stablecoin-Streit auf. Senatorin Elizabeth Warren hat mehr als 40 Änderungsanträge eingebracht — das größte Einzelkontingent im Ausschuss — darunter einen Vorschlag, der die Federal Reserve daran hindern soll, Krypto-Firmen Master Accounts zu gewähren, ein direkter Angriff auf den Weg, den Krypto-Unternehmen seit Langem in die Zahlungsinfrastruktur der Notenbank verfolgen. Warren setzt zusätzlich auf das Ethik-Argument, dass Krypto-Gesetzgebung nicht ohne schärfere Schutzmaßnahmen rund um die Krypto-Geschäfte der Familie von Präsident Trump vorangetrieben werden sollte, und gibt den Demokraten damit einen breiteren politischen Rahmen als reinen Anlegerschutz. Senator Mark Warner hat einen Änderungsantrag eingebracht, der die DeFi-Bestimmungen des Entwurfs neu fasst, und Reed hat einen separaten Antrag vorgelegt, der Kryptowährungen als gesetzliches Zahlungsmittel — auch für Steuerzahlungen — ausschließen soll. Damit weitet sich die Markup-Sitzung deutlich über den Stablecoin-Streit hinaus aus.
Marktauswirkungen
Das Volumen der Änderungsanträge zeigt, dass CLARITY nach wie vor ein zerbrechlicher Kompromiss ist.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der CLARITY Act und was entscheidet das Markup am Donnerstag?
Der CLARITY Act ist der Krypto-Marktstruktur-Gesetzentwurf des Senatsbankenausschusses. Das Markup am Donnerstag ist eine Ausschusssitzung, in der Senatoren Änderungsanträge einbringen, debattieren und abstimmen, bevor der Entwurf auf eine Abstimmung im Plenum zusteuern kann. Mit über 100 Änderungsanträgen bewegt er…
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Worum geht es beim Streit über Stablecoin-Belohnungen im CLARITY Act?
Der aktuelle Senatskompromiss würde ertragsähnliche Anreize auf ungenutzten Stablecoin-Beständen verbieten, transaktionsbezogene Belohnungen aber weiterhin erlauben. Bankenverbände halten diese Ausnahme für zu eng. Die Senatoren Jack Reed und Tina Smith haben einen Antrag eingebracht, der auf Belohnungen abzielt, die…
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Wie viele Briefe haben Banken-Lobbyisten gegen Stablecoin-Belohnungen verschickt?
Nach Angaben der von Coinbase unterstützten Initiative Stand With Crypto haben Banken-Lobbyisten 8.000 Briefe an Senatoren geschickt, um die Sprache zu Stablecoin-Belohnungen zu verschärfen. Die Gruppe sagt, ihre eigenen Unterstützer hätten mit 8.000 Anrufen, 300.000 E-Mails und fast 1,5 Millionen Kontakten zu…
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Was ist Warren's Master-Account-Änderungsantrag?
Warren hat mehr als 40 Änderungsanträge eingebracht, darunter einen Vorschlag, der die Federal Reserve daran hindern soll, Krypto-Firmen Master Accounts zu gewähren. Ein Master Account gibt einer zugelassenen Institution direkten Zugang zu den Zahlungsdiensten der Fed, und Krypto-Unternehmen haben seit Langem klarere…
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Welche weiteren demokratischen Änderungsanträge stehen im Markup?
Senator Mark Warner hat einen Antrag eingebracht, der die DeFi-Bestimmungen des Entwurfs neu fasst und darauf abzielt, wie das Gesetz dezentrale Protokolle definiert und wann Betreiber bankähnlichen Compliance-Pflichten unterliegen. Senator Jack Reed hat einen separaten Antrag vorgelegt, der Kryptowährungen als…