Das Scheitern des Digital Asset Market Clarity Act im Senat hat die nächste Phase der US-Kryptoregulierung zur Aufgabe von SEC und CFTC gemacht. Die Behörden arbeiten an tokenisierten Aktien, Verwahrung und gehebeltem Privatkundengeschäft, während gewöhnliche ungehebelte Spotmärkte weiterhin außerhalb einer umfassenden bundesweiten Aufsicht liegen. Rechtsexperten zufolge können Maßnahmen der Behörden neue Aktivitäten ermöglichen, zugleich bleiben Unternehmen politischen und rechtlichen Kurswechseln ausgesetzt.
Warum das wichtig ist
Die am 17. September vorgestellte fünfjährige Innovation Exemption der SEC erlaubt es geeigneten Handelsplätzen, tokenisierte US-Aktien über Blockchain-Liquiditätspools zu handeln, während dauerhafte Regeln ausgearbeitet werden. Der Verwahrungsvorschlag der Behörde vom 1. Oktober würde staatlichen Treuhandgesellschaften erlauben, Kunden-Krypto zu verwahren, und Beratern sowie Fonds unter bestimmten Bedingungen den Besitz von Krypto gestatten.
Die CFTC legte am 5. Oktober nach und bat um Stellungnahmen zum gehebelten Kryptohandel für Privatkunden sowie zu einer neuen Registrierungskategorie für Kryptomärkte. Dieser Prozess könnte regulierten Onchain-Handel und den Zugang institutioneller Akteure unterstützen. Er leitet jedoch ein langwieriges Regelsetzungsverfahren ein, anstatt sofort neue Regeln zu schaffen.
Auswirkungen auf den Markt
Führungskräfte sehen schnellere Chancen bei Tokenisierung, DeFi und Geschäften mit digitalen Vermögenswerten. Paul McCaffery von KBW sagte, die Maßnahmen der Behörden setzten Fusionen und Übernahmen in digitalen Vermögenswerten, im traditionellen Finanzwesen und im Fintech-Sektor frei. Bitwise-CIO Matt Hougan erwartet nach der Klarstellung der SEC mehr Sicherheit bei Tokenrückkäufen. Cathy Yoon von Temporal erklärte, Entwickler benötigten eine klare Grenze zwischen dem Schreiben von Software und dem Betrieb eines Finanzintermediärs.
Die Vorteile könnten ungleich verteilt sein. Ohne gesetzliche Regelung könnten Coinbase, Kraken und andere etablierte Börsen ihren regulatorischen Vorsprung behalten, wodurch ein Wettbewerb verzögert würde, der Kosten senken könnte. Die zentrale Frage ist, ob der von den Behörden vorangetriebene Fortschritt dauerhaft genug für Institutionen und DeFi-Entwickler werden kann oder ob die ungelöste Aufsicht über Spotmärkte den Kongress letztlich wieder in den Prozess zwingt.
Häufig gestellte Fragen
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Was änderte sich nach dem Stocken des Digital Asset Market Clarity Act?
Der regulatorische Impuls verlagerte sich auf SEC und CFTC. Beide verfolgen Initiativen zu tokenisierten Aktien, Verwahrung, gehebeltem Privatkundenhandel und der Registrierung von Kryptomärkten.
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Was erlaubt die Innovation Exemption der SEC?
Die fünfjährige Ausnahme erlaubt geeigneten Handelsplätzen, tokenisierte US-Aktien über Blockchain-Liquiditätspools zu handeln, während die SEC dauerhafte Regeln ausarbeitet.
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Welche Lücke im Kryptomarkt bleibt ungelöst?
Für gewöhnlichen ungehebelten Spothandel fehlt weiterhin eine umfassende bundesweite Aufsicht, abgesehen von den Befugnissen der CFTC gegen Betrug und Marktmanipulation.
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Wie könnten Maßnahmen der Behörden DeFi und den Zugang institutioneller Akteure beeinflussen?
Führungskräfte erwarten, dass die Initiativen der Behörden Tokenisierung, regulierten Onchain-Handel, institutionellen Zugang und Geschäfte mit digitalen Vermögenswerten beschleunigen.
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Warum könnten etablierte Börsen vom Scheitern von Clarity profitieren?
Coinbase, Kraken und andere etablierte Anbieter könnten ihren regulatorischen Vorsprung behalten, wenn Maßnahmen der Behörden keine dauerhaften Regeln schaffen oder den Wettbewerb auf Spotmärkten öffnen.