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Clarity Act stockt im Senat: US-Kryptoregeln bleiben offen

Da zwei wichtige Verhandler im Senat ausscheiden, muss der nächste Kongress womöglich erneut Unterstützung für einen von Kryptofirmen und der Wall Street getragenen Marktrahmen gewinnen.

Clarity Act stockt im Senat: US-Kryptoregeln bleiben offen
Clarity Act stockt im Senat: US-Kryptoregeln bleiben offen
Clarity Act stockt im Senat: US-Kryptoregeln bleiben offen
Clarity Act stockt im Senat: US-Kryptoregeln bleiben offen

Der Senat brachte den 635 Seiten langen Digital Asset Market Clarity Act nicht voran. Damit bleibt das geplante US-Regelwerk für Kryptomärkte offen. Angesichts der nahenden Zwischenwahlen sieht Ryan Chan-Wei, Forscher am Cato Institute, keinen realistischen Weg, das Gesetz noch vor Jahresende wiederzubeleben. Er rechnet damit, dass die Gesetzgebungsarbeit mit dem Amtsantritt des nächsten Kongresses weitgehend von vorn beginnt.

Warum das wichtig ist

Der Clarity Act sollte Kryptotoken rechtlich einordnen, Lizenzregeln für Handelsfirmen festlegen und die Aufsicht zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission aufteilen. Ohne diese Regeln, so Chan-Wei, scheuen regulierte Institute weiterhin größere Kapitalzusagen, während Verbrauchern ein klarer Aufsichtsrahmen fehlt.

Der Entwurf hatte Rückhalt in der Kryptobranche sowie bei Unternehmen wie Goldman Sachs und BlackRock gefunden. Laut Chan-Wei waren zentrale Fragen der Marktstruktur weitgehend geklärt. Bedenken wegen Interessenkonflikten auf höchster Regierungsebene hielten das Gesetz jedoch auf. Diese ethischen Fragen hätten seiner Ansicht nach in einem anderen Gesetz geregelt werden können.

Auswirkungen auf den Markt

Der Rückschlag verlängert die regulatorische Unsicherheit, statt neue Marktregeln zu schaffen. Für Unternehmen, die Krypto-Investitionen in den USA erwägen, bleibt offen, welche Regeln für welche Vermögenswerte gelten, welche Lizenzen Handelsplätze benötigen und welche Behörde sie beaufsichtigt.

Im nächsten Kongress ändern sich zudem die personellen Voraussetzungen. Senatorin Cynthia Lummis, Vorsitzende des Unterausschusses für digitale Vermögenswerte im Bankenausschuss des Senats, und Senator Thom Tillis, der einen Kompromiss zu Stablecoin-Prämien mit ausgehandelt hat, treten nicht erneut an. Chan-Wei warnt, dass ihr Ausscheiden es erschweren könnte, die bisherigen Fortschritte in die nächste Sitzungsperiode zu übertragen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Welche Regeln hätte der Clarity Act eingeführt?

    Er sollte Kryptotoken rechtlich einordnen, Lizenzregeln für Handelsfirmen festlegen und die Aufsicht zwischen SEC und CFTC aufteilen.

  2. Warum rechnet Ryan Chan-Wei mit einem Neustart der Gesetzgebungsarbeit?

    Er sieht keine realistische Chance auf eine Wiederaufnahme vor Jahresende. Zudem verliert der nächste Kongress mit den ausscheidenden Senatoren Cynthia Lummis und Thom Tillis zwei wichtige Beteiligte.

  3. Was hielt den Entwurf trotz Einigkeit über die Marktstruktur auf?

    Laut Chan-Wei waren zentrale Fragen der Marktstruktur weitgehend geklärt. Bedenken wegen Interessenkonflikten auf höchster Regierungsebene hielten den Entwurf dennoch auf.

  4. Welche großen Finanzunternehmen unterstützten den Clarity Act?

    Neben der Kryptobranche unterstützten auch Wall-Street-Unternehmen wie Goldman Sachs und BlackRock den Entwurf.

  5. Was bleibt für Unternehmen mit Interesse an Krypto-Investitionen in den USA unklar?

    Offen bleibt, wie Kryptoanlagen eingeordnet würden, welche Lizenzen Handelsplätze bräuchten und welche Behörde sie beaufsichtigen würde.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 19d
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