Der aktualisierte Text für den Clarity Act, das Krypto-Marktstrukturgesetz, das die Republikaner im Senat noch vor der Augustpause vorlegen wollten, wird diese Woche nicht veröffentlicht und rutscht stattdessen in die nächste Woche, sagen Branchenvertreter, die über den Zeitplan informiert wurden. Der Finanzausschuss des Senats hielt zwar in New York eine separate Informationsanhörung dazu ab, wie das Gesetz Innovation bei digitalen Vermögenswerten freisetzen könnte, doch diese Anhörung hat keinen Einfluss auf die Behandlung im Plenum. Der zugrunde liegende Text bleibt nach einem Treffen im Weißen Haus zwischen Präsident Trump und republikanischen Senatoren zu Ethikregeln für Amtsträger mit Krypto-Beständen weiter schwer greifbar. Der von Mitarbeitern der Senatsrepublikaner zirkulierte Text hat Berichten zufolge keinerlei demokratische Unterstützung, ein kritisches Problem, weil das Gesetz 60 Stimmen braucht, um voranzukommen.
Warum das wichtig ist
Der zentrale Streitpunkt ist eine Ethikbestimmung, die Regierungsvertretern den Besitz von Krypto untersagt, während sie die Anlageklasse regulieren, eine Klausel, die Demokraten wegen Trumps eigener Krypto-Positionen gegen ihn einsetzen. Zwei weitere offene Konflikte sind eine Klausel zum Schutz von Entwicklern, gegen die sich Strafverfolger stellen, und die Ausnahme für Stablecoin-Renditen. Ohne Einigung verpasst das Gesetz mit hoher Wahrscheinlichkeit das Zeitfenster vor der Senatspause am 7. August und wird ins nächste Jahr verschoben, wenn sich die gesamte Koalition nach den Zwischenwahlen neu sortiert.
Marktauswirkung
Ein Abrutschen über die Pause hinaus wäre das schädlichere Szenario für institutionelle Zuflüsse, weil Spot-BTC- und ETH-ETFs sowie TradFi-Verwahrer, die regelkonforme Infrastruktur aufbauen, Klarheit einpreisen und keine weitere Verzögerung. Alex Thorne von Galaxy warnte, dass Innovation weiter ins Ausland abwandert und die USA zurückfallen, wenn Clarity nicht verabschiedet wird. Senatorin Lummis, die verlässlichste Krypto-Fürsprecherin im Senat, tritt nicht zur Wiederwahl an, was die politischen Kosten weiterer Verzögerungen erhöht. Die Veröffentlichung des Textes selbst ist, wann immer sie kommt, der nächste Katalysator. Anzeichen für überlaufende Demokraten oder eine angesetzte Plenarabstimmung würden die Chancen schnell neu bewerten.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der Clarity Act und warum ist er für Kryptomärkte wichtig?
Der Clarity Act ist das Krypto-Marktstrukturgesetz des Senats, das die regulatorische Zuständigkeit für digitale Vermögenswerte zwischen SEC und CFTC aufteilen würde. Seine Verabschiedung würde Spot-BTC- und ETH-ETFs sowie TradFi-Verwahrern die eingepreiste Rechtssicherheit geben, während weitere Verzögerungen diese…
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Warum fehlt dem neuesten Text des Clarity Act die Unterstützung der Demokraten?
Die von Mitarbeitern der Senatsrepublikaner zirkulierte Fassung hat Berichten zufolge keinerlei demokratische Unterstützung, weil sie eine Ethikbestimmung enthält, die Regierungsvertretern den Besitz von Krypto untersagt, während sie die Anlageklasse regulieren, eine Klausel, die Demokraten wegen Trumps eigener…
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Welche Frist am 7. August steht für den Clarity Act an?
Der Kongress geht am 7. August in die Sitzungspause. Wenn das Gesetz bis dahin nicht beide Kammern passiert hat, wird es fast sicher ins nächste Jahr verschoben, wenn sich die politische Koalition nach den Zwischenwahlen neu sortiert und die Lobbyarbeit von vorn beginnt.
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Was passiert mit der Kryptoindustrie, wenn der Clarity Act über die Pause hinaus verzögert wird?
Branchenstimmen, darunter Alex Thorne von Galaxy, warnen, dass Krypto-Innovation in den USA ohne rechtliche Klarheit weiter ins Ausland abwandert und amerikanische Verbraucher denselben Regulierungslücken ausgesetzt bleiben, die Kunden beim FTX-Zusammenbruch geschadet haben. Institutionelle Zuflüsse in regelkonforme…
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Welche wichtigen Senatsfiguren sollte man beim Zeitplan des Clarity Act beobachten?
Senatorin Cynthia Lummis ist die stärkste Krypto-Fürsprecherin im Senat, tritt aber nicht zur Wiederwahl an. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, John Thune, kontrolliert den Plenarkalender. Jedes Signal, dass Thune eine tatsächliche Plenarabstimmung ansetzt oder Demokraten den Text unterstützen, wäre der…