Südkoreanische Abgeordnete werden die mögliche Abschaffung einer geplanten 22-prozentigen Krypto-Gewinnsteuer prüfen, nachdem eine nationale Petition die für eine parlamentarische Überprüfung erforderliche Schwelle von 50.000 Unterschriften überschritten hat – am Donnerstag um etwa 11:23 Uhr Ortszeit, acht Tage nach Einreichung. Nach den Regeln des südkoreanischen Petitionsverfahrens wurde der Antrag an einen Legislativausschuss überwiesen.
Die Petition argumentiert, dass die Besteuerung von Krypto-Gewinnen in einem Land unfair sei, das die Einkommensteuer auf Gewinne aus traditionellen Aktien und Anleihen bereits abgeschafft hat, und dass anhaltende Betrugsfälle, schwache Standards bei Token-Listings und hohe Volatilität den bestehenden Rahmen unzureichend machten. Der anonyme Petent formulierte die Debatte weniger als eine Frage der Steuersätze denn als eine danach, „wie die Regierung die Zukunft der Finanzbranche und der digitalen Vermögenswerte betrachtet und zu fördern gedenkt".
Die betreffende Steuer würde einen Satz von 22 % auf Krypto-Einkünfte über 2,5 Millionen Koreanischen Won (rund 1.650 $) erheben und ist bereits dreimal verschoben worden – wegen Kontroversen über Fairness und eine unzureichende Infrastruktur. Anfang dieses Monats bestätigte der südkoreanische nationale Steuerdienst Berichten zufolge, dass er weiterhin an der planmäßigen Umsetzung festhalten wolle.
Warum das wichtig ist
Die Petitionsschwelle ist rein verfahrenstechnisch, nicht legislativ – eine Petition mit 50.000 Unterschriften löst eine Überprüfung aus, keine Abstimmung –, aber der Zeitpunkt ist relevant. Da der nationale Steuerdienst öffentlich an der Durchsetzung festhält und die Steuer bereits dreimal verschoben wurde, entsteht durch die parlamentarische Überprüfung nun ein offenes Forum, um den Rahmen in einem Zeitfenster neu zu verhandeln, in dem die Politik für digitale Vermögenswerte aktiv umkämpft ist. Das zentrale Argument des Petenten – dass die Besteuerung von Krypto-Gewinnen bei gleichzeitig steuerfreien Aktien- und Anleihengewinnen strukturell widersprüchlich ist – spiegelt eine Debatte wider, die in mehreren asiatisch-pazifischen Jurisdiktionen geführt wird, und ist der Rahmen, der im Ausschuss am ehesten Bestand haben dürfte.
Auswirkungen auf den Markt
Für südkoreanische Privatanleger, die dominierende Kraft hinter den Handelsvolumina des Landes, verändert bereits die Aussicht auf eine verzögerte oder neu gestaltete Steuer die Kalkulation bei Gewinnmitnahmen zum Jahresende und bei Entscheidungen über Exchange-Listings.
Häufig gestellte Fragen
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Was passiert, wenn eine südkoreanische Petition die Schwelle von 50.000 Unterschriften erreicht?
Nach dem südkoreanischen nationalen Petitionsprogramm wird ein Antrag, der die Schwelle von 50.000 Unterschriften überschreitet, an einen Legislativausschuss zur Überprüfung überwiesen – er löst eine Prüfung aus, keine Abstimmung.
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Welche Krypto-Steuer erwägt Südkorea?
Südkorea bereitet eine Steuer von 22 % auf Krypto-Gewinne über 2,5 Millionen Koreanischen Won (rund 1.650 $) vor. Der Plan ist bereits dreimal wegen Fairness- und Infrastrukturbedenken verschoben worden.
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Warum bezeichnen die Petenten die Krypto-Steuer als unfair?
Die Petition argumentiert, dass die Besteuerung von Krypto-Gewinnen im Widerspruch zur bestehenden Behandlung von Aktien- und Anleihenerträgen steht, die in Südkorea einkommensteuerfrei sind, und dass Betrug, schwache Listing-Standards sowie Volatilität vom aktuellen Rahmen nicht adressiert werden.
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Hat Südkoreas Steuerbehörde gesagt, sie wolle den Plan dennoch umsetzen?
Ja. Anfang des Monats bestätigte der südkoreanische nationale Steuerdienst Berichten zufolge, weiterhin an der planmäßigen Einführung der Krypto-Steuer festhalten zu wollen – trotz anhaltender Kritik.
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Worauf sollten Anleger als Nächstes achten?
Achten Sie auf die Zusammensetzung des Legislativausschusses, die angesetzten Anhörungstermine und darauf, ob die Überprüfung zu einem neu gestalteten Rahmen oder zu einer vollständigen Aufhebung führt – beides würde die Kalkulation für südkoreanische Privatanleger und inländische Börsen neu justieren.