Ein von Coinbase einberufener Beirat führender Kryptografen sagt, Bitcoin solle jetzt mit der technischen Planung für post-quantenresistente Signaturen beginnen, lehnt es jedoch ab, Position dazu zu beziehen, ob die rund 6,7 Millionen Bitcoin, die einem künftigen Quantenangriff ausgesetzt wären, eingefroren werden sollten. Dem Gremium gehören Scott Aaronson von der UT Austin, Dan Boneh von Stanford und Justin Drake von der Ethereum Foundation an; sein Bericht wurde diese Woche mit CoinDesk geteilt.
Die Exposition konzentriert sich auf frühe Adressen. Etwa 1,7 Mio. BTC liegen in rund 20.000 Pay-to-Public-Key-Adressen, die den öffentlichen Schlüssel des Besitzers direkt on-chain veröffentlichen — die meisten gelten als Satoshi Nakamoto zugehörig oder anderen Inhabern, die ihre Schlüssel verloren haben. Weitere 5 Mio. BTC sind laut Project 11 durch Adress-Wiederverwendung exponiert, wobei man jedoch davon ausgeht, dass der Großteil davon aktive Bestände in Exchange-Wallets sind. ECDSA und Schnorr, die Signaturverfahren, die Bitcoin heute nutzt, sind nicht quantenresistent.
Warum das wichtig ist
Der Ausgangspunkt des Beirats ist, dass Quantencomputer heute keine Bedrohung für Blockchains darstellen und niemand weiß, wann sie es sein werden. Das Risikomodell ist asymmetrisch: Die Engineering-Arbeit für die Migration zu post-quantenresistenten Signaturen dauert Jahre, und das überraschende Auftauchen einer hinreichend leistungsfähigen Maschine würde jede Legacy-Adresse auf einen Schlag exponieren. Der Beirat sagt, dass die Migrationsarbeit unabhängig von der Debatte um die aufgegebenen Coins sei und nicht auf deren Lösung warten solle.
Auswirkungen auf den Markt
Der Streit, dem sich der Beirat verweigert, dreht sich um die Coins, die niemand bewegt. Ein Lager plädiert für eine harte Frist, nach der nicht migrierte Coins unausgebbar werden — mit dem Argument, dass rund 6,7 Mio. BTC in der Reichweite eines künftigen Angreifers — möglicherweise ein staatlicher Akteur wie Nordkorea — es einem einzelnen Akteur erlauben würden, den Preis zu crashen und die Legitimität von Bitcoin zu beschädigen. Das andere Lager nennt das Enteignung und einen Verstoß gegen die absoluten Eigentumsrechte, für die das Netzwerk gebaut wurde.
Häufig gestellte Fragen
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Wie unterscheidet sich Bitcoins Quantenvorbereitung von der Ethereums?
Der Bericht stellt fest, dass Ethereum seit Jahren an seiner Post-Quantum-Roadmap arbeitet, Bitcoin jedoch trotz jahrelanger Vorschläge noch keine Migrationsmaßnahmen ergriffen hat. Der Beirat vertritt die Position, dass Bitcoins Migrationsarbeit jetzt beginnen und nicht durch die ungelöste Governance-Debatte über……