Coinbase geht mit einer ganzen Reihe gesenkter Street-Schätzungen in die Veröffentlichung der Q2-Zahlen am Donnerstag nach Börsenschluss. Barclays-Analyst Benjamin Budish modelliert nun ein vierteljährliches Handelsvolumen von rund $152 Milliarden, deutlich unter den rund $178 Milliarden, die die Street zuvor angesetzt hatte. Owen Lau von Clear Street liegt näher bei $160 Milliarden, während Benchmarks Mark Palmer und Compass Point beide ein bereinigtes EBITDA unter dem Konsens sehen. COIN lag vor der Veröffentlichung bereits etwa 1,7% im Minus bei $165.
Warum das wichtig ist
Coinbase steigt und fällt weiterhin mit der Spot-Handelsaktivität, und Q2 dürfte diesen Punkt erneut unterstreichen. Das Unternehmen hat viel Geld ausgegeben, um in Stablecoins, Derivate, Zahlungen, Tokenisierung und Base zu diversifizieren, doch die Transaktionserlöse dominieren weiterhin den Mix. Die Einnahmen aus Abonnements und Services, zu denen USDC-Zinsen, Staking-Erträge, Verwahrung und Coinbase One-Abos zählen, sollen den Rückschlag abfedern. Compass Point warnt jedoch, dass schwächere Krypto-Preise und langsameres Stablecoin-Wachstum das Segment unter die Mitte der eigenen Prognose des Managements drücken könnten.
Marktauswirkung
Der größere Impuls sitzt in Washington. Der Clarity Act, der einen US-Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen würde, bleibt der wichtigste potenzielle Kurstreiber im Kalender. Benchmark argumentiert, dass die jüngsten Fortschritte bei den Ethikregeln die Chancen auf einen Senatspass deutlich verbessert haben, während Barclays mahnt, dass der Gesetzgebungsfahrplan vor der Sommerpause im August eng bleibt, und Compass Point warnt, ein Stillstand könnte die Aktie belasten. Anleger werden außerdem die Hinweise zu Prediction Markets, dem von Deribit getriebenen Derivatebuch sowie mögliche Updates zu Kostensenkungen und der langjährigen Frage analysieren, wie schnell Coinbase sich vom Krypto-Handelszyklus lösen kann.
Häufig gestellte Fragen
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Warum hat Wall Street die Q2-Schätzungen für Coinbase gekürzt?
Barclays, Benchmark, Clear Street und Compass Point haben ihre Prognosen gesenkt, nachdem die Spot-Handelsvolumina im April und Mai stark gefallen waren. Barclays modelliert für Q2 rund $152B Volumen statt der etwa $178B, die der Markt erwartet hatte.
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Wie stark bewegte sich die Aktie vor der Veröffentlichung?
COIN lag vor dem Bericht etwa 1,7% im Minus bei $165, was die niedrigeren Schätzungen und schwächeren Spot-Volumina widerspiegelt.
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Kann Subscription- und Service-Umsatz schwaches Trading ausgleichen?
Analysten erwarten, dass das Segment mit USDC-Zinsen, Staking, Verwahrung und Coinbase One einen Puffer liefert. Compass Point ist vorsichtiger und sagt, schwächere Krypto-Preise und langsameres Stablecoin-Wachstum könnten das Ergebnis unter die Mitte der eigenen Coinbase-Prognose drücken.
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Was ist der Clarity Act und warum ist er für Coinbase wichtig?
Der Clarity Act würde einen US-Regelungsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Benchmark sagt, jüngste Fortschritte bei den Ethikregeln hätten die Chancen auf einen Senatspass deutlich verbessert, was ihn zu einem der größten potenziellen Kurstreiber für COIN macht.
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Welche neuen Geschäftsbereiche könnten Coinbase weniger abhängig von Trading-Gebühren machen?
Prediction Markets, das von Deribit getriebene internationale Perpetuals-Buch, Zahlungen, Tokenisierung und Base sind die wichtigsten Wachstumswetten. Analysten sehen langfristiges Potenzial, sagen aber auch, dass sie im Q2 nur wenig ausrichteten gegen schwächere Spot-Volumina.