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Curve-Gründer: FATF-Druck könnte DeFi sicherer machen

Egorov argumentiert, dass die Prüfung der Regulierer sein sollte, ob die Governance Nutzergelder umleiten kann, und nicht, wer das Protokoll gebaut hat oder das Frontend betreibt.

Curve-Finance-Gründer Michael Egorov erklärte, dass der regulatorische Druck der Financial Action Task Force Protokolle der dezentralen Finanzwelt zu mehr Dezentralisierung und stärkerer Sicherheit treiben könnte, auch wenn er die aktuellen AML-Regeln als ungeeignet für den Sektor kritisierte. Die Äußerungen kamen nach FATFs Bericht vom 21. Juli zur Anwendung von AML/CFT-Standards auf DeFi, der den Fokus verschob von der Frage, ob ein Protokoll sich selbst als dezentral bezeichnet, hin zur Frage, ob eine Person oder Einheit "Kontrolle oder ausreichenden Einfluss" ausübt. Die FATF-Implementierungsdaten sind ernüchternd: 93 % der berichtenden Jurisdiktionen, also 132 von 143, haben Empfehlung 15 für DeFi nicht umgesetzt, und nur zwei von 142 Jurisdiktionen haben eine DeFi-Vereinbarung in der Praxis lizenziert oder registriert.

Warum es zählt

Egorovs Argument ist strukturell: Die Frage, die Regulierer beantworten sollten, ist nicht, wer ein Protokoll gebaut hat oder wer das Frontend betreibt, sondern ob die Smart-Contract-Architektur tatsächlich Nutzergelder umleiten kann. "Wenn die Governance Nutzergelder nicht berühren kann, warum dann überhaupt tiefgehend herausfinden, wie dezentral diese Governance ist?", sagte er und bezeichnete die Smart-Contract-Architektur als "das objektivste Maß" für ein Protokoll. Er unterscheidet nicht-aufrüstbare Designs ohne privilegierten Zugriff von Multisig-kontrollierten oder Admin-Key-Strukturen, die er unter "CeDeFi" einordnet und von denen er erwartet, dass sie stärker unter die Lupe genommen werden. FATF nannte ähnliche Indikatoren, darunter die Möglichkeit, Protokollparameter zu ändern, Smart Contracts zu aktualisieren, administrative Privilegien auszuüben und Governance-Abstimmungsblöcke zu kontrollieren.

Marktauswirkung

Der kurzfristige Effekt betrifft das Protokolldesign. Egorovs Lesart ist, dass regulatorischer Druck DeFi ironischerweise sicherer machen kann, indem er Protokolle dazu zwingt, privilegierten Zugriff zu entfernen, Upgrade-Keys abzulegen und die Möglichkeit jeder Partei zu eliminieren, sich in Gelder einzumischen. Zugleich wies FATF Finanzinstitute und VASPs an, Governance und AML/CFT-Sicherheitsvorkehrungen bei Interaktionen mit DeFi zu bewerten, mit verstärkter Sorgfaltspflicht für Bridges, Mixer und Cross-Chain-Dienste.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was sagte Curve-Gründer Michael Egorov über FATF und DeFi?

    Egorov erklärte, dass regulatorischer Druck von FATF DeFi zu mehr Dezentralisierung und Sicherheit treiben könnte, kritisierte aber die aktuellen AML-Regeln als ungeeignet für den Sektor. Er argumentierte, Regulierer sollten sich darauf konzentrieren, ob die Governance Nutzergelder umleiten kann, und nicht darauf, wer…

  2. Was sagte FATFs Bericht vom 21. Juli über DeFi?

    Der Bericht verlagerte den Fokus von der Frage, ob ein Protokoll sich selbst als dezentral bezeichnet, hin zur Frage, ob eine Person oder Einheit "Kontrolle oder ausreichenden Einfluss" ausübt. Er listete Faktoren auf, darunter die Möglichkeit, Protokollparameter zu ändern, Smart Contracts zu aktualisieren,…

  3. Wie viele Jurisdiktionen haben FATFs DeFi-Standards umgesetzt?

    93 % der berichtenden Jurisdiktionen, also 132 von 143, hatten Empfehlung 15 für DeFi-Vereinbarungen innerhalb des regulatorischen Perimeters nicht umgesetzt. Nur zwei von 142 Jurisdiktionen gaben an, eine DeFi-Vereinbarung in der Praxis lizenziert oder registriert zu haben.

  4. Was ist die "CeDeFi"-Unterscheidung, die Egorov traf?

    Egorov unterschied zwischen vollständig dezentralisierten Protokollen und "CeDeFi"-Strukturen, die zentralisierte Kontrollpunkte wie Multisigs oder Admin-Keys behalten. Er sagte, CeDeFi-Designs könnten stärkerer regulatorischer Prüfung ausgesetzt sein.

  5. Ist der FATF-Bericht für Mitgliedsländer verbindlich?

    Der FATF-Bericht ist nicht verbindlich und legt kein einheitliches globales Lizenzierungsmodell fest. Es wird erwartet, dass er nationale Gesetzgebung, aufsichtsrechtliche Entscheidungen und FATFs Prozess der gegenseitigen Evaluierung beeinflusst, der die Einhaltung der Standards durch Mitgliedsländer bewertet.

Quellenangabe
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