Changpeng Zhao, der Binance-Gründer, der 2024 vier Monate wegen Verstößen gegen das Bankgeheimnisgesetz im Gefängnis saß, ist leise in die USA zurückgekehrt und wirbt dafür, das Land zur „Hauptstadt der Kryptowährungen" zu machen. In zwei exklusiven Interviews mit CoinDesk Anfang des Monats sagte CZ, seine Ziele in Washington bestünden darin, „Missverständnisse" über sich selbst und Binance auszuräumen. Zugleich argumentierte er, sein Schuldbekenntnis habe seinem Ruf nicht geschadet.
Auch wenn er die weltweit größte Krypto-Börse nicht mehr führt, bleibt CZ Mehrheitsaktionär sowohl von Binance als auch von Binance.US und investiert weiterhin branchenübergreifend. CoinDesk erklärte er, er wolle, dass Binance.US für die Liquidität auf Binance Global zugreift, als Teil eines umfassenderen Vorhabens zur Stärkung des US-Kryptomarktes. Eine erneute Leitung einer Börse strebe er nicht an.
Warum es zählt
CZ führt den Krypto-Bärenmarkt 2026 auf eine bekannte Mischung zurück: Anleger, die Kapital in KI rotieren, geopolitische Schocks und der Vier-Jahres-Zyklus, der frühere Abschwünge geprägt hat. Seine Rückkehr auf US-Boden fällt mit seiner angekündigten Kontaktaufnahme in Washington zusammen, während die Branche angesichts eines engen Senatskalenders und rund 20 Arbeitstagen vor dem 1. September über Markstruktur-Gesetzgebung verhandelt.
Patrick Witt, der Krypto-Beauftragte des Weißen Hauses, über den Politico kürzlich berichtete, bräuchte für jeden von ihm vermittelten Deal die Zustimmung des Präsidenten. Die an CZ selbst geknüpfte Ethikbestimmung bleibt das größte ungelöste Hindernis in diesen Gesprächen. Deshalb reicht seine Sichtbarkeit in Washington inzwischen weit über reine Markenpräsenz hinaus.
Auswirkungen auf den Markt
CZs Framing ist relevant, weil Binance.US der Handelsplatz ist, der am unmittelbarsten von jeder kongressionalen Lösung betroffen wäre. Binance.US mit der Liquidität von Binance Global zu verknüpfen, wäre die operative Umsetzung seines Konzepts einer „Hauptstadt der Kryptowährungen", eine strukturelle Veränderung statt eines Marketingslogans. Anleger beobachten die verbleibende Sitzungszeit des Senats genau, auf jedes Zeichen hin, dass ein Markstruktur-Deal vor Ende des Kalenders noch vor dem September verabschiedet wird.
Häufig gestellte Fragen
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Wie viel Sitzungszeit im Senat bleibt bis zur Frist am 1. September?
Laut CoinDesk bleiben rund 20 Arbeitstage im Senatskalender bis zum 1. September übrig, derzeit sind keine Anhörungen angesetzt.
CoinDesk