Dragonfly-Managing-Partner Haseeb Qureshi sagte, die annualisierten Verluste durch DeFi-Hacks im Jahr 2026 lägen weiter unter dem Niveau von 2025 und innerhalb der historischen Spanne. Damit weist er Sorgen vor einer KI-getriebenen "Hackpocalypse" zurück.
Die Schlagzeilensumme verdeckt eine interessantere Aufteilung: Die Zahl der Vorfälle steigt, doch der Medianverlust pro Hack sinkt weiter. Qureshi wertet das als Hinweis darauf, dass Angreifer zu kleineren oder aufgegebenen Protokollen abwandern, wo die Abwehr schwächer ist und die Auszahlung pro Exploit geringer ausfällt. Auch Verluste durch Admin-Key- und Multisig-Kompromittierungen sind zurückgegangen, während größere Protokolle widerstandsfähiger wirken, nachdem sie ihre Sicherheitslage gegen KI-gestützte Angriffswerkzeuge verschärft haben.
Warum das wichtig ist
Die Debatte über DeFi-Sicherheit ist seit zwei Jahren stark von existenziellen Risiken durch KI-verstärkte Angreifer geprägt. Qureshis Lesart lautet, dass die strukturellen Schutzmaßnahmen, Audits, Bug Bounties und Timelocks bei den Protokollen mit dem höchsten TVL ihre Wirkung zeigen und dass die Grenzkosten für Angriffe auf gehärteten Code Gegner weiter nach unten im Stack gedrängt haben. Die "Hackpocalypse"-Rahmung vermischt aus seiner Sicht Häufigkeit mit Schwere.
Marktauswirkung
Für Investoren und Builder bedeutet das: Kapitalkonzentration in praxiserprobten Protokollen ist nicht mehr die Belastung, die sie vor 24 Monaten war. Die Kehrseite: Long-Tail-Protokolle, Forks und ungeprüfte Deployments bleiben die weiche Flanke, und dort wird die erhöhte Zahl der Vorfälle absorbiert.
Häufig gestellte Fragen
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Was bedeutet das dafür, wo Kapital in DeFi liegt?
Konzentration in praxiserprobten Protokollen mit hohem TVL wirkt weniger riskant als vor 24 Monaten. Der Long Tail aus Forks, ungeprüften Deployments und aufgegebenem Code bleibt dagegen die weiche Flanke.