Der Anteil des Ethereum-Angebots, der mehr als dreimal über dem Kostenbasis liegt, ist auf 11 % gefallen, den niedrigsten Wert seit Februar 2017, so die On-Chain-Daten von Glassnode. Diese Zahl markiert eine signifikante Kompression im Rentabilitätsprofil von ETH im Vergleich zu früheren Marktzyklen.
Warum es wichtig ist
In den Zyklen 2017-2018 und 2020-2021 überschritt die Gruppe der ETH-Halter, die einen Gewinn von 3x oder mehr erzielten, 50 % des Gesamtangebots zu den jeweiligen Zyklus-Hochs. In dem aktuellen Zyklus wurde diese Schwelle nie erreicht — was bedeutet, dass die breite Basis des stark profitablen Angebots, die frühere Hausse-Märkte charakterisierte, diesmal einfach nicht zustande kam. Dieser strukturelle Unterschied ist wichtig für die Einschätzung der Zyklusgesundheit: Das Fehlen einer großen, hochprofitablen Gruppe verringert das potenzielle Überangebot durch Gewinnmitnahmen, signalisiert aber auch, dass die Aufwärtsbewegung des Zyklus enger verteilt war als in der Vergangenheit.
Marktauswirkungen
Ein Wert von 11 % platziert die aktuelle Rentabilitätsverteilung von ETH auf einem historisch gedämpften Niveau, das zuletzt vor der vollständigen Entwicklung des Bullenmarktes von 2017 zu beobachten war. Für Händler und On-Chain-Analysten deutet das komprimierte Rentabilitätsprofil darauf hin, dass ein bedeutender Teil des ETH-Angebots entweder auf Kostenbasis oder im Minus ist, was den Verkaufsdruck kurzfristig dämpfen kann, aber auch die gedämpfte Preissteigerung im Vergleich zu früheren Zyklen widerspiegelt. Zu beobachten, ob diese Gruppe beginnt, sich wieder aufzubauen — oder weiterhin schrumpft — wird ein wichtiges strukturelles Signal für die nächste Richtung von ETH sein.