Bitcoins Rückgang unter 60.000 Dollar am Freitag — der erste Handel unter dieser Marke seit Oktober 2024 — hat die institutionelle Überzeugung kaum erschüttert, wie John D'Agostino, Leiter der Institutional Strategy bei Coinbase, erklärt. Family Offices und Staatsfonds nutzten den Abschwung demnach als Einstiegsfenster mit Rabatt. Bitcoin touchierte kurz 59.200 Dollar, erholte sich dann wieder und setzte damit einen Drawdown von rund 50% gegenüber dem Oktober-2025-Hoch über 126.000 Dollar fort.
D'Agostino, am Montag in CNBCs Squawk Box, rahmte die Kursbewegung als Chance statt als Warnung. „Sie liebten es bei 125.000 Dollar, sie mochten es bei 100.000 Dollar, und sie lieben es bei 65.000 Dollar noch mehr“, sagte er über die größten Käufer. Er wies zudem darauf hin, dass das Exposure in Spot-Bitcoin-ETFs trotz des Kursverfalls bei rund 100 Milliarden Dollar liegt — nur etwa 15% Drawdown bei den Beständen gegenüber fast 50% vom Hoch — was darauf hindeutet, dass Halter nicht zum Verkauf gezwungen wurden.
Warum das zählt
Die Asymmetrie zwischen Kurs und Beständen ist das eigentliche Signal. Würde der Retail-Markt im Einklang mit dem Chart kapitulieren, müssten ETF-Bestände proportional zum Rückgang schrumpfen. Stattdessen impliziert die relative Widerstandskraft von 100 Milliarden Dollar ETF-Exposure während eines Halbierungs-Drawdowns von Hoch zu Tief einen Holder-Bestand, der die Bewegung als Rebalancing und nicht als Ausstieg interpretiert. Bernstein-Analysten untermauerten diese Lesart am Montag, nannten den Drawdown einen „langweiligen Zyklus“ und bekräftigten die langfristige Store-of-Value-These trotz 2,6 Milliarden Dollar an Nettoabflüssen aus Spot-Bitcoin-ETFs seit Jahresbeginn.
D'Agostino wies zudem Befürchtungen zurück, gehebelte Großhalter könnten in kaskadierende Liquidationen gedrängt werden, und argumentierte, die größten Akteure verfügten über eine „endlose Fähigkeit“, frisches Kapital in den Markt zu bringen. Ihm sei kein größerer institutioneller Player bekannt, der „furchtbar überhebelt“ sei — eine bemerkenswerte Beruhigung angesichts des Ausmaßes der Bewegung.
Marktauswirkungen
Die Corporate-Treasury-Nachfrage ist weiter aktiv. Strategy gab am Montag bekannt, weitere 1.550 BTC für rund 101 Millionen Dollar erworben zu haben, obwohl das Unternehmen Ende Mai 32 BTC verkauft hatte — ein Schnitt, den Chairman Michael Saylor zuvor als Möglichkeit beschrieben hatte, den Markt gegen kleine Abverkäufe zu „immunisieren“.
Häufig gestellte Fragen
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Wie tief ist Bitcoin beim jüngsten Abverkauf gefallen?
Bitcoin touchierte am Freitag kurz 59.200 Dollar — erstmals seit Oktober 2024 wieder unter 60.000 Dollar. Damit setzte sich ein Drawdown von rund 50% gegenüber dem Oktober-2025-Hoch über 126.000 Dollar fort.
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Was sagte Coinbase-Stratege John D'Agostino über institutionelle Käufer?
D'Agostino sagte am Montag in CNBCs Squawk Box, Family Offices und Staatsfonds nutzten den Dip als Einstiegsfenster mit Rabatt. Er ergänzte: „Sie liebten es bei 125.000 Dollar, sie mochten es bei 100.000 Dollar, und sie lieben es bei 65.000 Dollar noch mehr.“
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Wie haben sich Spot-Bitcoin-ETFs während des Drawdowns gehalten?
D'Agostino zufolge liegt das Spot-Bitcoin-ETF-Exposure weiter bei rund 100 Milliarden Dollar — nur etwa 15% Drawdown bei den Beständen gegenüber fast 50% vom Kurshoch. Bernstein verwies zugleich auf 2,6 Milliarden Dollar an Nettoabflüssen seit Jahresbeginn, nannte den Zyklus jedoch „langweilig“ und bekräftigte die…
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Hat Strategy während des Sell-offs weiter Bitcoin gekauft?
Ja. Strategy gab am Montag bekannt, weitere 1.550 BTC für rund 101 Millionen Dollar erworben zu haben, obwohl Ende Mai bereits 32 BTC abgestoßen worden waren. Chairman Michael Saylor hatte zuvor angedeutet, kleine Verkäufe könnten den Markt gegen die Möglichkeit von Abverkäufen „immunisieren“.
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Was ist der Clarity Act, und wer treibt ihn voran?
Der Clarity Act ist ein US-Gesetz zur Marktstruktur für Kryptowährungen. Über 200 Digital-Asset-Firmen und -Organisationen, darunter Coinbase und Ripple, forderten am Montag die Führung des Senats auf, den Entwurf zur Abstimmung zu bringen — ein Zeichen, dass die Industrie auch durch den Drawdown hindurch auf…