Preise werden geladen…
🔥BULLISH

ETH: Glamsterdam besteht 2.302 Tests bei 200M Gas-Limit

Die 200M-Gas-Obergrenze ist die Schlagzeile, doch die parallelen Ausführungs-Access-Lists sind der eigentliche Durchbruch. Bekommt das Mainnet dieselbe Architektur, absorbiert Ethereum DeFi-Anstürme ohne die Gebührenspitzen, die Privatanleger in der Vergangenheit ausgegrenzt haben.

ETH: Glamsterdam besteht 2.302 Tests bei 200M Gas-Limit
ETH: Glamsterdam besteht 2.302 Tests bei 200M Gas-Limit
ETH: Glamsterdam besteht 2.302 Tests bei 200M Gas-Limit
ETH: Glamsterdam besteht 2.302 Tests bei 200M Gas-Limit

Das Glamsterdam-Upgrade von Ethereum hat eine wichtige Generalprobe auf Devnet-11 bestanden. Netherminds Execution Client hat alle 2.302 Performance-Tests gemeistert und dabei 570,7 Milliarden Gas in drei Minuten und 15 Sekunden verarbeitet. Der Test lief mit einem Block-Gas-Limit von 200 Millionen, dem Dreifachen der aktuellen Obergrenze von 60 Millionen, und prüfte Block-Level-Access-Lists, die Validatoren parallele statt sequenzielle Transaktionsverarbeitung ermöglichen. Die Entwickler peilen nun den 6. Oktober für die öffentliche Sepolia-Testnet-Bereitstellung an, wobei dieses Datum noch formal bestätigt werden muss.

Welche Bedeutung das hat

Die 200M-Gas-Obergrenze ist die Schlagzahl, doch die Access-Lists sind die folgenreichere Änderung. Block-Level-Access-Lists geben Validatoren vorab an, welche Konten und gespeicherten Daten ein Block berührt, sodass sie unverknüpfte Transaktionen gleichzeitig abrufen und verifizieren können. Ethereum verarbeitet diese Arbeit heute weitgehend sequenziell, was die Aktivitätsmenge begrenzt, die sicher in jeden Block passt. Parallele Ausführung durchbricht diese Grenze, ohne dass jeder Node-Betreiber seine Hardware aufrüsten muss.

ePBS, embedded Proposer-Builder Separation, ist das andere strukturelle Element. Glamsterdam verlagert die Builder-zu-Validator-Übergabe in die Protokollregeln von Ethereum und ersetzt die externen Relays, über die MEV-Boost heute routet. Damit fällt eine Abhängigkeit weg, die seit 2022 sowohl ein Zentralisierungsvektor als auch eine Zensurfläche war. Das Netzwerk kann Builder künftig direkt statt über Off-Chain-Vereinbarungen entlohnen.

Marktauswirkung

Für ETH-Nutzer bedeutet das konkret weniger Gebührenspitzen bei DeFi-Anstürmen, NFT-Mints oder beliebten Token-Launches. Eine 200M-Gas-Obergrenze bedeutet, dass die Chain mehr Aktivität aufnimmt, bevor sich die Nutzer gegenseitig um Block-Space überbieten, jene Dynamik, die Privatanleger bei der ICO-Welle 2021 und beim L2-Sequencer-Engpass 2023 ausgeschlossen hat.

Diese Kapazität hat einen Preis: Größere Blöcke sind schwerer zu verifizieren, was kleinere Validatoren aus dem Netz drängen kann. Glamsterdam verlängert die Ausbreitungszeit von Block-Daten von rund zwei auf neun Sekunden und gibt Validatoren mehr Zeit, die größeren Payloads zu empfangen und zu prüfen.

Verwandte Tokens
$ETH

Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat die Devnet-11-Generalprobe von Glamsterdam konkret getestet?

    Netherminds Execution Client verarbeitete 570,7 Milliarden Gas in drei Minuten und 15 Sekunden bei einem Block-Gas-Limit von 200 Millionen und validierte Block-Level-Access-Lists, die parallele Transaktionsverarbeitung ermöglichen sollen.

  2. Warum sind Block-Level-Access-Lists die strukturelle Änderung und nicht das höhere Gas-Limit?

    Access-Lists geben Validatoren vorab an, welche Konten und gespeicherten Daten ein Block berührt, sodass sie unverknüpfte Transaktionen gleichzeitig abrufen und verifizieren können. Ethereum verarbeitet die Block-Arbeit heute großteils sequenziell, was die Block-Kapazität begrenzt.

  3. Was ist ePBS und warum ist es wichtig?

    ePBS verlagert die Builder-zu-Validator-Übergabe in die Protokollregeln von Ethereum und ersetzt die externen MEV-Boost-Relays, über die Blöcke heute geroutet werden. Es beseitigt einen Zentralisierungs- und Zensur-Vektor, der seit 2022 besteht.

  4. Wird das Ethereum-Mainnet tatsächlich ein Gas-Limit von 200 Millionen bekommen?

    Noch nicht. Das 200M-Limit ist derzeit eine Testeinstellung auf Devnet-11 und keine Mainnet-Zusage. Der nächste Meilenstein ist die vorgeschlagene öffentliche Sepolia-Testnet-Bereitstellung am 6. Oktober, die noch formal bestätigt werden muss.

  5. Wie geht Glamsterdam mit dem Kompromiss um, dass größere Blöcke schwerer zu verifizieren sind?

    Das Upgrade verlängert die Ausbreitungszeit von Block-Daten von etwa zwei auf neun Sekunden und gibt Validatoren mehr Zeit, größere Payloads zu empfangen und zu prüfen. Dennoch könnten kleinere Validatoren weiterhin Schwierigkeiten haben, mit größeren Blöcken mitzuhalten.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 3d
Original öffnen →