Preise werden geladen…
🩸BEARISH

Galaxy senkt CLARITY-Act-Chancen auf 60 Prozent

Galaxy Digital schließt sich JPMorgan an und kürzt die 2026er Chancen für das Vorzeigegesetz der Krypto-Branche — nicht weil die Unterstützung eingebrochen ist, sondern weil die nutzbaren Sitzungstage des Senats vor der Augustpause…

Galaxy Digital hat seine Schätzung, dass der CLARITY Act 2026 in Kraft tritt, von 75 % auf 60 % gesenkt. Als Gründe werden ein schrumpfender Senatskalender und kaum sichtbare Fortschritte bei ungelösten Konflikten um Ethikbestimmungen und illegitime Finanzierung genannt. Die Herabstufung erfolgt nur wenige Wochen, nachdem das Gesetz am 14. Mai mit 15 zu 9 Stimmen den Senatsbankenausschuss passiert hatte — ein Rückschlag für eine Vorlage, die zuletzt ihren bisher klarsten Weg zu haben schien. JPMorgan-Analysten unter Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou veröffentlichten diese Woche eine ähnliche Warnung und stellten fest, dass sich das legislative Fenster verengt, da die Gesetzgeber auf die Kongresszwischenwahlen zusteuern.

Warum es wichtig ist

Der CLARITY Act ist die zentrale legislative Priorität der Krypto-Branche, weil er den ersten umfassenden bundesweiten Rahmen für digitale Vermögenswerte in den USA schaffen würde. Er würde klären, wann Kryptowährungen unter die Zuständigkeit der Securities and Exchange Commission (SEC) fallen und wann unter die der Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Alex Thorn, Leiter der Research-Abteilung von Galaxy, wies darauf hin, dass die revidierte Schätzung vor allem zeitlich getrieben ist und nicht auf einen Einbruch der Unterstützung zurückgeht. Dem Senat gehen vor der Augustpause, die Ende Juli beginnen soll, die nutzbaren Sitzungstage aus. Zudem verlor die Kammer Sitzungszeit durch einen Streit um den Anti-Weaponization-Fonds der Regierung sowie durch eine gescheiterte Verfahrensabstimmung mit 47 zu 52 Stimmen zur Reautorisierung von Section 702 des Foreign Intelligence Surveillance Act, bevor die Überwachungsbefugnis am 12. Juni ausläuft.

Marktauswirkungen

Der Kalenderdruck trifft auf einen anhaltenden Streit um Stablecoin-Yield, die sensibelste Frage für Banken in der Gesetzgebung. Bankenverbände argumentieren, dass zinsähnliche Zahlungen auf Stablecoins Einlagen aus regulierten Instituten abziehen könnten, ohne dass die Pflichten gelten, die mit bankähnlichen Produkten einhergehen. Krypto-Unternehmen halten dagegen, dass aktivitätsbasierte Belohnungen, die an Zahlungen, Transaktionen und Treueprogramme gekoppelt sind, Teil der Zahlungsinnovation sind. Die Vorlage muss weiterhin 60 Stimmen im Senat gewinnen, die Beratung und Änderungsanträge im Plenum überstehen, mit einem separaten Text des Senatsausschusses für Landwirtschaft in Einklang gebracht werden und das Repräsentantenhaus passieren — wobei Senatsmehrheitsführer John Thune voraussichtlich Sitzungszeit im Juli anberaumen müsste.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist der CLARITY Act und warum ist er für Krypto wichtig?

    Der CLARITY Act ist die zentrale legislative Priorität der Krypto-Branche im Kongress. Er soll den ersten umfassenden bundesweiten Rahmen für digitale Vermögenswerte in den USA schaffen, indem er klärt, wann Kryptowährungen unter die SEC und wann unter die CFTC fallen — und jahrelange, von Durchsetzung geprägte…

  2. Warum hat Galaxy Digital seine CLARITY-Act-Wahrscheinlichkeit gesenkt?

    Galaxy Digital senkte seine Verabschiedungsschätzung für 2026 von 75 % auf 60 %, vor allem aus zeitlichen Gründen und nicht wegen eines Einbruchs der Unterstützung. Dem Senat gehen vor der Augustpause die nutzbaren Sitzungstage aus, und ungelöste Streitigkeiten um Ethikbestimmungen sowie Schutzvorkehrungen gegen…

  3. In welchem Stadium befindet sich der CLARITY Act im Kongress?

    Die Vorlage passierte am 14. Mai mit 15 zu 9 Stimmen den Senatsbankenausschuss. Sie muss noch 60 Stimmen im Senatsplenum sichern, Beratung und Änderungsanträge überstehen, mit einem separaten Text des Senatsausschusses für Landwirtschaft in Einklang gebracht werden und das Repräsentantenhaus passieren, bevor sie auf…

  4. Worum geht es beim Stablecoin-Yield-Streit im CLARITY Act?

    Die Vorlage ist derzeit so formuliert, dass passiver Yield auf Stablecoins — Zahlungen allein für das Halten — verboten wird, während aktivitätsbasierte Belohnungen erlaubt bleiben, die an Zahlungen, Transaktionen, Treueprogramme und Handelsanreize gekoppelt sind. Banken argumentieren, zinsähnliche Belohnungen könnten…

  5. Was müsste passieren, damit der CLARITY Act 2026 verabschiedet wird?

    Laut Galaxy Digital verbessert sich der Weg, wenn Senatsmehrheitsführer John Thune Anfang bis Mitte Juli Sitzungszeit fest zusagt, die Gesetzgeber die Streitigkeiten um Ethik und illegitime Finanzierung überbrücken und die Banken- und Landwirtschaftsausschüsse des Senats ein gemeinsames Paket vorlegen. Ohne diese…

Quellenangabe
Aggregiert von CryptoSlate · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 47d
Original öffnen →