Der Stablecoin-Markt steht am Vorabend des ersten Jahrestags des GENIUS Act bei etwa 310 Milliarden US-Dollar, mit rund 184 Milliarden US-Dollar in USDT und 73 Milliarden US-Dollar in USDC. Forscher der Federal Reserve bezifferten die Kapitalisierung am 6. April auf 317 Milliarden US-Dollar, mehr als 50% höher als Anfang 2025. Zudem verzeichneten sie seit Inkrafttreten des Gesetzes einen Anstieg des Stablecoin-Transaktionsvolumens auf Ethereum um 50%.
Präsident Donald Trump unterzeichnete den GENIUS Act am 18. Juli 2025 und schuf damit einen bundesweiten Rahmen, der auf eins-zu-eins gedeckten liquiden Reserven, Rückgaberechten und monatlichen Reserveoffenlegungen beruht. Zentrale Umsetzungsmaßnahmen liegen weiter nur als Vorschläge vor, doch das Gesetz hat bereits verändert, wie Banken, Zahlungsunternehmen und Unternehmenskunden an den Sektor herangehen.
Warum das wichtig ist
Am deutlichsten zeigt sich die Wirkung des ersten Jahres im Vertriebsprozess. Kyle Sonlin, President von Global Settlement Network, sagte, Gespräche mit Regierungen und Institutionen begännen zunehmend damit, dass Stablecoins als Finanzinfrastruktur akzeptiert seien. Triple-A-CEO Eric Barbier berichtete, dass mehr Unternehmenskunden von der Prüfung in die Umsetzung wechselten, begleitet von deutlich kürzeren Vertriebszyklen für Stablecoin-Zahlungen auf der Plattform.
Visa liefert einen größeren institutionellen Maßstab. Der Stablecoin-Abwicklungspilot unterstützte bis April neun Blockchains und erreichte eine annualisierte Abwicklungsrate von 7 Milliarden US-Dollar, 50% mehr als im Vorquartal. Am 16. Juli stellte Visa eine Plattform vor, die Finanzinstituten und Fintechs Zugang zu Stablecoin-Verwahrung, Rückgabe, Minting und Burning in einer einzigen verwalteten Umgebung bietet.
Marktauswirkung
Die kommerzielle Akzeptanz ist schneller vorangekommen als die operative Integration. Trace Finance erklärte, Anbieter grenzüberschreitender Zahlungen müssten weiterhin separate Compliance-Bewertungen jedes einzelnen Bankpartners durchlaufen, was Prozesse, die Wochen dauern sollten, um Monate verlängere. Prüfungen von Verwahrung, Reservebetrieb und grenzüberschreitender Abwicklung machen Stablecoins weiter leichter verkaufbar als einsetzbar.
Diese Lücke begünstigt etablierte Anbieter mit Kapital, Rechtsteams und bestehenden Bankbeziehungen. Bedingte bundesweite Treuhandgenehmigungen und Zugang zu Zahlungsnetzwerken können die Distribution prägen, bevor kleinere Firmen dieselbe Compliance-Last tragen können. Endgültige GENIUS-Regeln könnten Banken eine gemeinsame Referenz geben und Anschlusszeiten für Zahlungen und tokenisierte Märkte verkürzen. Das Gesetz tritt entweder am 18. Januar 2027 in Kraft oder 120 Tage, nachdem die Aufsichtsbehörden endgültige Umsetzungsregeln erlassen haben, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt.
Häufig gestellte Fragen
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Welche Standards hat der GENIUS Act für Stablecoins festgelegt?
Das Gesetz schuf einen bundesweiten Rahmen mit eins-zu-eins gedeckten liquiden Reserven, Rückgaberechten und monatlichen Reserveoffenlegungen.
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Wie groß ist der Stablecoin-Markt nach dem ersten Jahr des Gesetzes?
Der Markt umfasst etwa 310 Milliarden US-Dollar, darunter rund 184 Milliarden US-Dollar in USDT und 73 Milliarden US-Dollar in USDC. Forscher der Federal Reserve maßen am 6. April 317 Milliarden US-Dollar.
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Warum sind Stablecoins leichter zu verkaufen als einzusetzen?
Die bundesweite Anerkennung hat den Erklärungsbedarf gegenüber Unternehmenskäufern verringert. Für die Einführung sind weiterhin separate Prüfungen zu Banken, Verwahrung, Compliance und Abwicklung nötig.
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Wie hat Visa seine Stablecoin-Aktivitäten ausgebaut?
Visas Pilot unterstützte bis April neun Blockchains und erreichte eine annualisierte Abwicklungsrate von 7 Milliarden US-Dollar. Außerdem startete Visa eine institutionelle Plattform für Verwahrung, Rückgabe, Minting und Burning.
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Wann tritt der GENIUS Act in Kraft?
Das Gesetz tritt entweder am 18. Januar 2027 in Kraft oder 120 Tage, nachdem Bundesaufsichtsbehörden endgültige Umsetzungsregeln erlassen haben, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt.