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JPMorgan senkt Prognosen für Circle und Coinbase wegen USDC-Deal

Eine neue Erlösverteilung sichert Hyperliquid 90 Prozent der USDC-Reserveerträge, und Analysten zufolge setzt dieser Präzedenzfall neu, was künftige USDC-Distributionsverträge die Emittenten kosten werden.

JPMorgan hat seine Gewinnprognosen für Circle und Coinbase gesenkt. Als Grund wurde eine neue Vereinbarung zwischen den beiden Stablecoin-Emittenten und Hyperliquid genannt, die laut Bank die USDC-Ökonomie schwächt. Im Rahmen des Deals wird Coinbase 90 Prozent der Erträge aus den auf Hyperliquid gehaltenen USDC-Reserven an die Plattform selbst weiterleiten. Damit ersetzt die Vereinbarung die bisherige Aufteilung 50/50 mit Circle.

Warum es wichtig ist

Das Umsatzbeteiligungsmodell war das strukturelle Argument für USDC: Der Emittent erzielt Erträge auf den Reserven, die den Stablecoin decken, und Distributionspartner partizipieren am Gewinn. JPMorgan-Analysten ordneten die neue Aufteilung als „prisoner's dilemma" ein und argumentierten, dass, sobald ein großer Distributionsort nahezu vollständige Zugeständnisse durchsetzt, Wettbewerber glaubwürdig dasselbe verlangen können. Hyperliquid hält derzeit rund 6 Milliarden US-Dollar in USDC, etwa 8 Prozent des zirkulierenden Angebots, womit das Zugeständnis materiell und nicht symbolisch ist.

Marktauswirkungen

Für Circle bedeutet die Verschiebung eine Komprimierung eines Erlösstroms, den das Unternehmen Investoren wiederholt als Burggraben verkauft hat. Für Coinbase besteht der kurzfristige Schaden im Verlust der Hälfte seiner plattformseitigen USDC-Erträge auf einem 6-Milliarden-Pool, teilweise ausgeglichen durch tiefere Liquidität auf einer der größten dezentralen Perps-Plattformen. Beide Aktien dürften als neuer Referenzpunkt auf andere USDC-Distributionsdeals durchschlagen.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was genau hat JPMorgan an seinen Prognosen geändert?

    JPMorgan hat die Gewinnprognosen sowohl für Circle als auch für Coinbase gesenkt und verwies dabei auf eine neue USDC-Distributionsvereinbarung mit Hyperliquid, die 90 Prozent der plattformseitigen Reserveerträge an Hyperliquid selbst leitet.

  2. Wie viel USDC hält Hyperliquid?

    Hyperliquid hält derzeit rund 6 Milliarden US-Dollar in USDC, was laut JPMorgan etwa 8 Prozent des gesamten zirkulierenden USDC-Angebots entspricht.

  3. Warum wurde die bisherige Erlösaufteilung geändert?

    Der neue Deal ersetzt die vorherige 50/50-Aufteilung zwischen Coinbase und Circle durch eine 90/10-Regelung zugunsten von Hyperliquid, die JPMorgan als „prisoner's dilemma" für die USDC-Distribution einordnete.

  4. Was bedeutet das konkret für Circle?

    Für Circle bedeutet die Änderung eine Komprimierung des Erlösstroms aus den Reserveerträgen, den das Unternehmen als strukturellen Burggraben vermarktet hat, da weniger des plattformseitigen Ertrags innerhalb der Emittenten-Distributor-Kette verbleibt.

  5. Warum reicht die Bedeutung über Circle und Coinbase hinaus?

    JPMorgans Analyse warnte, der Präzedenzfall setze eine neue Untergrenze für USDC-Distributionsverhandlungen und verschaffe anderen großen Plattformen Hebel, ähnliche Zugeständnisse von Emittenten und Partnern einzufordern.

Quellenangabe
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