Kalshis Einführung von CFTC-regulierten Krypto-Perpetual-Kontrakten hat eine der ältesten Streitfragen der Derivate-Regulierung neu entfacht: Sind Perpetuals Futures oder Swaps? Die Frage wurde öffentlich, als John Lothian, Herausgeber von John Lothian News, und Udesh Jha, Kalshis Leiter der Börsenanalytik, im Podcast The Policy Protocol aufeinandertrafen.
Lothian argumentiert, dass Perpetuals Swaps ähneln, weil ihr Finanzierungsmechanismus wiederkehrende bilaterale Cashflows zwischen den Gegenparteien generiert — ein strukturelles Merkmal, das er mit der Behandlung von Swaps nach US-Recht in Verbindung bringt. Jha entgegnet, dass Finanzierungsraten einfach die Finanzierungskosten explizit machen, anstatt sie im Vertragspreis zu verankern, und dass Perpetuals börsengehandelt, zentral clearing und darauf ausgelegt sind, die Spotmärkte abzubilden — alles Merkmale von Futures. Er weist auch darauf hin, dass Perpetuals den kostspieligen Rollzyklus beseitigen, der traditionelle Futures-Händler belastet.
Warum es wichtig ist
Die Klassifizierung ist nicht akademisch. Wenn Regulierungsbehörden oder Gerichte Perpetuals letztendlich als Swaps einstufen, könnte der Zugang für den Einzelhandel eingeschränkt werden, es sei denn, der Kongress schafft neue Rahmenbedingungen — Swaps unterliegen strengeren Zulassungsregeln als Futures. Jhas Gegenargument ist, dass die Verlagerung des Perpetual-Handels an Land, unter CFTC-Aufsicht, den US-Kunden regulierten Zugang zu einem Produkt ermöglicht, das bereits Billionen von Dollar an Offshore-Volumen generiert.
Die Einsätze betreffen auch den Kundenschutz, die steuerliche Behandlung und das Wettbewerbsverhältnis zwischen US-Standorten und Offshore-Krypto-Börsen, die seit Jahren Perpetuals ohne entsprechende Aufsicht anbieten.
Marktauswirkungen
Lothian wies auch auf ein Manipulationsrisiko hin: Die Berechnungszeiträume für Finanzierungsraten könnten Händler dazu anreizen, die Preise um die Abrechnungsperioden herum zu bewegen, um von großen Positionen zu profitieren.
Häufig gestellte Fragen
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Warum ist es wichtig, Perpetuals als Swaps und nicht als Futures zu klassifizieren?
Swaps unterliegen strengeren Zulassungsregeln nach US-Recht, was die Teilnahme des Einzelhandels an Perpetual-Märkten einschränken könnte, es sei denn, der Kongress oder die Regulierungsbehörden schaffen neue Rahmenbedingungen speziell für das Produkt.
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Wie geht Kalshi mit Bedenken um, dass die Finanzierungszeiträume manipuliert werden könnten?
Kalshi berechnet die Finanzierungsraten kontinuierlich während jedes Finanzierungszyklus, anstatt sich auf einen einzigen Schlusszeitpunkt zu verlassen, was Jha zufolge den Anreiz für Händler verringert, die Preise um die Abrechnungen herum zu bewegen.
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Was ist der Offshore-Kontext, der die Dringlichkeit rund um die Regulierung von US-Krypto-Perpetuals antreibt?
Krypto-Perpetual-Kontrakte generieren bereits Billionen von Dollar an Handelsvolumen auf Offshore-Börsen. Ihre Verlagerung an Land unter CFTC-Aufsicht, so die Befürworter, gibt US-Kunden regulierten Zugang und nivelliert das Wettbewerbsfeld.
CoinDesk