Coinbase, Circle und Galaxy gaben am Dienstag jeweils mehr als 8 % nach, nachdem der US-Senat den Digital Asset Market Clarity Act nicht voranbringen konnte. Über einen Verfahrensantrag stimmten die Senatoren mit 49 zu 50 Stimmen ab, deutlich unter den 60 Stimmen, die nötig gewesen wären, um den Gesetzentwurf voranzubringen. Der Rückschlag trifft eine Branche, die über Jahre hinweg Hunderte Millionen Dollar an Wahlkampfspenden aufgewendet hat, um einen bundesweiten Regulierungsrahmen für den Kryptomarkt zu erwirken.
Warum das wichtig ist
Der Gesetzentwurf hätte Regeln dafür geschaffen, wie verschiedene Kryptowährungen und Blockchain-Projekte in den Vereinigten Staaten behandelt werden. Zudem hätte er der Commodity Futures Trading Commission mehr Aufsichtsbefugnisse über Krypto-Spotmärkte verliehen und damit eine regulatorische Lücke geschlossen, die nach Ansicht der Unternehmen die langfristige Planung erschwert.
Die gescheiterte Abstimmung verlängert diese Unsicherheit. Kryptounternehmen müssen länger auf ein Gesetz warten, das festlegen könnte, wie digitale Vermögenswerte behandelt werden und welche Behörde zentrale Teile des Marktes beaufsichtigt. Jahrelange Lobbyarbeit und Wahlkampfausgaben haben bislang nicht den umfassenden Rahmen hervorgebracht, den die Branche angestrebt hat.
Auswirkungen auf den Markt
Das Senatsvotum traf auf eine ohnehin von Vorsicht geprägte Handelssitzung. Anleger reduzierten vor der für Mittwoch erwarteten Entscheidung der Federal Reserve ihr Risiko. Die Entscheidung sollte voraussichtlich mit einer Zinserhöhung enden, während auch der breitere US-Aktienmarkt unter Druck stand. Die stärkeren Verluste bei kryptoverknüpften Aktien lösten jedoch einen zusätzlichen sektorspezifischen Schock aus.
Das Votum verzögert die regulatorische Klarheit, die Unternehmen eigenen Angaben zufolge für ihre US-Geschäfte und langfristigen Investitionsentscheidungen benötigen. Die stärksten Kursbewegungen unter den genannten Titeln gab es bei börsennotierten Kryptoaktien, während sich der breitere Markt weiter auf die Fed konzentrierte.
Häufig gestellte Fragen
-
Mit welchem Stimmenverhältnis stimmte der Senat über den Antrag zum Clarity Act ab?
Der Verfahrensantrag scheiterte mit 49 zu 50 Stimmen und verfehlte die 60 Stimmen, die für eine Weiterleitung des Gesetzentwurfs erforderlich waren.
-
Welche Marktregeln hätte der Clarity Act geschaffen?
Der Gesetzentwurf hätte bundesweite Regeln dafür geschaffen, wie Kryptowährungen und Blockchain-Projekte in den Vereinigten Staaten behandelt werden. Außerdem hätte er der CFTC mehr Aufsichtsbefugnisse über Krypto-Spotmärkte verliehen.
-
Warum fielen kryptoverknüpfte Aktien stärker als breitere US-Aktien?
Anleger reduzierten bereits vor der Entscheidung der Federal Reserve ihr Risiko. Die gescheiterte Abstimmung löste bei kryptoverknüpften Aktien jedoch einen zusätzlichen regulatorischen Schock für den Sektor aus.
-
Welche Kryptounternehmen führten den Kursrückgang am Dienstag an?
Coinbase, Circle und Galaxy gaben jeweils mehr als 8 % nach, als der Rückschlag im Senat den Sektor traf.
-
Was bedeutet die gescheiterte Abstimmung für Kryptounternehmen in den USA?
Die gescheiterte Abstimmung verzögert den umfassenden Rahmen für die Marktstruktur, den viele Kryptounternehmen nach eigener Aussage für ihre langfristige Planung in den USA benötigen, und lässt wichtige Regeln ungeklärt.