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Krypto-Token handeln nach Narrativen statt Ökonomie

Die meisten Token handeln nach Narrativen statt nach Netzwerkökonomie. Der VC hält diese Diskrepanz für strukturell, nicht saisonal, weshalb Projekte weiter ausbluten, sobald die Story verblasst.

CoinFund-Partner David Pakman argumentiert, dass die meisten Krypto-Token weiterhin nach Online-Narrativen handeln statt nach der zugrunde liegenden Ökonomie der Netzwerke, die sie angeblich repräsentieren. Diese Diskrepanz beschreibt er als strukturellen Fehler im Token-Design des Sektors.

Zur breiteren Frage, warum so viele Token-Launches nach ihrem ersten Zyklus hinter den Erwartungen zurückbleiben, nannte Pakman einen praktischen Ausweg: Mitwirkende in Stablecoins statt in nativen Token zu bezahlen. Die Idee dahinter ist, jungen Netzwerken zu ermöglichen, Entwickler und Betreiber anzuziehen, die am Potenzial eines Protokolls teilhaben wollen, ohne die Richtungswette eingehen zu müssen, die ihnen ein volatiler nativer Vermögenswert aufzwingt.

Warum das wichtig ist

Tokenomics ist seit der ICO-Welle von 2017 eine wiederkehrende Schwachstelle, und Pakmans Einordnung verlagert die Verantwortung auf die Anreizebene statt auf Markttiming oder Narrativwechsel. Wenn Mitwirkende in einem Token bezahlt werden, dessen Kurs sie gleichzeitig stützen sollen, stützt sich das System auf storygetriebene Nachfrage statt auf messbare Netzwerkleistung. Ein Vergütungsmodell in Stablecoins würde Beteiligung von Kursbewegungen entkoppeln und dem Protokoll erlauben, Wert aus eigener Substanz aufzubauen.

Marktauswirkung

Für Investoren lautet die Lesart: Projekte, die Teams weiter in nativen Token bezahlen, tragen einen versteckten Überhang, bei dem Verkaufsdruck von Insidern in jeden Gehaltszyklus eingebaut ist. Fonds, die sich in Richtung Stablecoin-basierter Vergütung für Mitwirkende oder zu Buyback-and-Distribute-Modellen mit Bezug zu realen Umsätzen bewegt haben, sind zunehmend jene, die Analysten auch über ein einzelnes Narrativfenster hinaus als investierbar einstufen.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat David Pakman konkret über Krypto-Tokenomics gesagt?

    Der CoinFund-Partner argumentierte, dass die meisten Krypto-Token weiter nach Online-Narrativen handeln statt nach der zugrunde liegenden Ökonomie der Netzwerke dahinter. Diese Diskrepanz beschrieb er als strukturellen Designfehler, nicht als zyklisches Problem.

  2. Welche Lösung schlägt Pakman für Tokenomics vor?

    Pakman schlug vor, dass Projekte Mitwirkende in Stablecoins statt in nativen Token bezahlen, damit junge Netzwerke Teilnehmer anziehen können, die keine Richtungswette auf einen volatilen nativen Vermögenswert eingehen wollen.

  3. Warum ist es wichtig, Mitwirkende in Stablecoins zu bezahlen?

    Es entkoppelt die Teamvergütung vom Preis des Tokens, den das Team gleichzeitig zu stützen versucht. Damit entfällt eine Quelle wiederkehrenden Insider-Verkaufsdrucks, und das Protokoll kann Wert aus eigener Substanz aufbauen.

  4. Welche Krypto-Projekte sind von der Tokenomics-Kritik am stärksten betroffen?

    Am stärksten betroffen sind Projekte, die Kernteams weiter in nativen Token bezahlen und vor allem auf narrativgetriebene Nachfrage setzen. Sie tragen einen versteckten Insider-Überhang und haben keinen strukturellen Grund, der Holder nach dem Verblassen der Story hält.

  5. Beeinflusst diese Sicht, wie Investoren Token-Launches bewerten sollten?

    Ja. Die Folge ist, dass Fonds mit Stablecoin-basierter Contributor-Vergütung oder umsatzgebundenen Buyback-Modellen zunehmend jene sind, die Analysten auch über ein einzelnes Narrativfenster hinaus als investierbar einstufen.

Quellenangabe
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