Ein neuer Bericht von Cointelegraph Research, erstellt mit 8Lends, argumentiert, dass Kryptokreditmärkte keine einheitliche Anlageklasse sind. CeFi-Kredite, DeFi-Pools, tokenisierte Staatsanleihen und RWA-Private-Credit beruhen jeweils auf unterschiedlichen Grundlagen bei Verwahrung, Sicherheiten und Durchsetzung, und sie scheitern jeweils auf andere Weise.
Warum das wichtig ist
CeFi bündelt das Gegenparteirisiko bei einem einzelnen Betreiber: Fällt der Kreditgeber aus, wird die Forderung Teil eines Insolvenzverfahrens. DeFi-Kredite hängen von Onchain-Sicherheiten und automatisierter Liquidation ab, daher liegt der Ausfallmodus bei Preis-Feeds und einer Margin-Engine. RWA-Private-Credit beruht weiterhin auf Offchain-Kreditprüfung und rechtlichen Ansprüchen gegen reale Kreditnehmer, selbst wenn die Position onchain tokenisiert ist. Der Token, die Sicherheit und die Forderung sind nicht austauschbar.
Marktauswirkung
Die praktische Lesart lautet: Zwei Kredite mit derselben Rendite und demselben nominalen Token können sehr unterschiedliche Risiken tragen. Eine tokenisierte Staatsanleihe ist ein kurzlaufendes Staatsrisiko; eine tokenisierte Private-Credit-Note ist ein Rechtsanspruch auf einen Underwriting-Desk. Anleger, die den Onchain-Mantel als den Vermögenswert behandeln, übersehen die zugrunde liegende Struktur. Der Bericht erscheint, während das AUM von Onchain-Private-Credit weiter wächst und CeFi-Kreditgeber erneut auf ihre Solvenz geprüft werden.