Die Liquid Federation teilt mit, dass nun wieder jeder LBTC durch Bitcoin gedeckt ist. Fast zwei Monate zuvor hatte eine Software-Schwachstelle einem Angreifer ermöglicht, rund 4.000 ungedeckte LBTC zu erzeugen und gegen echte BTC einzutauschen. Eine letzte Überweisung über 250 BTC schloss die verbleibende Reservelücke. Die Federation hat jedoch nicht genannt, wer die Bitcoin bereitgestellt hat.
Warum das wichtig ist
Liquid ist eine Bitcoin-Sidechain, die von einer Gruppe von Unternehmen unter der Führung von Blockstream betrieben wird. Nutzer hinterlegen BTC bei der Federation und erhalten dafür LBTC, die im Verhältnis eins zu eins eingelöst werden können. Durch die am 6. September ausgenutzte Schwachstelle sanken die Reserven laut dem Vorfallsbericht von Blockstream von rund 4.205 BTC auf 197 BTC.
Der Angreifer, der sich als White Hat bezeichnete, gab am folgenden Tag 3.400 BTC zurück. Damit fehlten weiterhin rund 600 BTC. Die Federation hat nun erklärt, dass die Reserven vollständig wiederhergestellt seien, aber nicht erläutert, woher die Rückzahlung dieser Fehlmenge stammt. Über das öffentliche Dashboard können Nutzer den Kontostand des Netzwerks prüfen.
Auswirkungen auf den Markt
Seit Ende Oktober können Nutzer BTC und LBTC über Anbieter wie SideSwap im Verhältnis eins zu eins tauschen. Direkte Auszahlungen über die Federation unterliegen weiterhin verschärften betrieblichen Kontrollen. Die wiederhergestellte Deckung bedeutet daher nicht, dass alle Auszahlungsverfahren zum Normalbetrieb zurückgekehrt sind.
Der Vorfall verdeutlicht, welches Vertrauen eine föderierte Bitcoin-Sidechain voraussetzt: Nutzer sind sowohl auf die Reserven zur Absicherung der Bindung als auch auf die betrieblichen Schutzmaßnahmen der Federation angewiesen. Die Federation hat für die kommenden Wochen weitere Einzelheiten zu Änderungen an der Governance angekündigt.
Häufig gestellte Fragen
-
Wie führte der Liquid-Exploit zu einer Lücke bei der BTC-Deckung?
Eine Software-Schwachstelle ermöglichte es einem Angreifer, rund 4.000 ungedeckte LBTC zu erzeugen und gegen echte Bitcoin einzutauschen. Die Reserven sanken von rund 4.205 BTC auf 197 BTC.
-
Wie viele Bitcoin gab der Angreifer zurück?
Laut dem Bericht gab der Angreifer am Tag nach dem Exploit vom 6. September 3.400 BTC zurück.
-
Wer stellte die Bitcoin zur Wiederherstellung der LBTC-Deckung bereit?
Die Liquid Federation hat nicht offengelegt, wer die rund 600 BTC zum Schließen der Lücke bereitgestellt hat.
-
Können Nutzer BTC im Verhältnis eins zu eins in LBTC tauschen?
Nutzer können BTC und LBTC über Anbieter wie SideSwap im Verhältnis eins zu eins tauschen.
-
Sind direkte Auszahlungen über die Liquid Federation wieder normal?
Nein. Direkte Auszahlungen über die Federation unterliegen trotz der wiederhergestellten Bitcoin-Deckung weiterhin verschärften betrieblichen Kontrollen.
CoinDesk