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MiCA: Offshore-Spot in EU verboten, BTC-Perps erlaubt

Rund 80 % des Krypto-Volumens entfallen auf Perpetual Futures, die MiCA nicht erfasst. ESMA selbst warnt, das Produkt erfüllt die CFD-Definition.

MiCA: Offshore-Spot in EU verboten, BTC-Perps erlaubt
MiCA: Offshore-Spot in EU verboten, BTC-Perps erlaubt
MiCA: Offshore-Spot in EU verboten, BTC-Perps erlaubt
MiCA: Offshore-Spot in EU verboten, BTC-Perps erlaubt

Der MiCA-Rahmen der Europäischen Union zwingt nicht zugelassene Krypto-Dienstleister, ihre Spot-Geschäfte bis zum 1. Juli einzustellen, und schließt damit eine regulatorische Tür für Offshore-Krypto-Plattformen. Die andere Tür steht weit offen: Perpetual Futures, auf die laut Glassnode rund 80 % des gesamten Krypto-Handelsvolumens entfallen, liegen vollständig außerhalb der MiCA-Zuständigkeit. ESMA räumte im Februar ein, dass als „Perpetual Futures" vermarktete Krypto-Produkte wahrscheinlich unter die bestehende Definition von Differenzkontrakten fallen, was Hebelobergrenzen, verbindliche Margin-Nachschusspflichten und ein Verbot von Handelsanreizen auslösen würde. Weder MiCA noch MiFID hindern europäische Privatkunden jedoch daran, ein Konto bei Hyperliquid, Aster oder anderen Offshore-Perps-Plattformen zu eröffnen und BTC mit bis zu 200x Hebel zu handeln.

Warum das wichtig ist

Patrick Gruhn, Gründer und CEO von Perpetuals.com, argumentiert, der regulatorische Rahmen schlage fehl. ESMA's eigene CFD-Datenauswertung von 2018 ergab, dass zwischen 74 % und 89 % der Privatkundenkonten in den EU-Jurisdiktionen Geld verloren, mit durchschnittlichen Verlusten zwischen 1.600 € und 29.000 €. Sein eigener Datensatz zu Krypto-Perpetuals zeigt ähnliche Verlustquoten im Privatkundenbereich, mit einem auffälligen Anteil vollständig ausgelöschter Konten. Die empirische Grundlage, die ESMA zur Beschränkung von CFDs herangezogen hat, gilt unabhängig und vollständig auch für Krypto-Perps, schreibt er, dennoch wird das Produkt denselben europäischen Privatkunden mit einem Vielfachen des Hebelimits und ohne Verbraucherschutz verkauft. Das Ergebnis sei, so Gruhn, dass europäische Privatkunden nach Abschluss der MiCA-Umstellung schlechter dastehen könnten, gelenkt von einem hebellosen Spot-Produkt hin zum gefährlichsten Produkt im Markt.

Marktauswirkungen

Die Asymmetrie ist auch eine wettbewerbliche. Zugelassene EU-Derivateanbieter müssen Compliance-Kosten, Hebelobergrenzen und Boni-Verbote schultern, die Offshore-Plattformen einfach ignorieren, während Plattformen wie Hyperliquid europäische Nutzer in Minuten über eine Self-Custody-Wallet erreichen. ICE-Vorsitzender Jeffrey Sprecher bezeichnete Hyperliquid kürzlich als „bigger than NASDAQ" mit einer Belegschaft, die er als elf Personen beschrieb.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was bedeutet die MiCA-Frist am 1. Juli für Krypto-Börsen?

    Nicht zugelassene Krypto-Dienstleister müssen ihre Spot-Geschäfte in der Europäischen Union bis zum 1. Juli, dem Ende der MiCA-Übergangsfrist, einstellen. Die Frist gilt nur für den Spot-Handel; Perpetual Futures fallen nicht unter MiCA.

  2. Warum sind Perpetual Futures eine regulatorische Lücke in der EU?

    Perpetual Futures liegen außerhalb der MiCA-Zuständigkeit, und das MiFID-Drittlandregime enthält kein Verbot, das MiCA's Artikel 61 entspricht. So können europäische Privatkunden Offshore-Perps-Plattformen wie Hyperliquid und Aster ohne EU-Hebelobergrenze oder Verlustlimit erreichen.

  3. Welcher Anteil des Krypto-Handelsvolumens entfällt auf Perpetual Futures?

    Rund 80 % des gesamten Krypto-Handelsvolumens entfallen auf Perpetual Futures, laut den im Artikel zitierten Glassnode-Daten. Perps sind gehebelte Differenzkontrakte mit Barausgleich ohne Verfall.

  4. Welcher Hebel steht EU-Nutzern auf Offshore-Krypto-Perp-Plattformen zur Verfügung?

    Hyperliquid bietet bis zu 50x Hebel auf Bitcoin, Aster bis zu 200x. Keine der beiden Plattformen ist unter MiCA oder MiFID zugelassen, und keine unterliegt EU-Hebelobergrenzen, Margin-Nachschusspflichten oder Verlustlimits.

  5. Wie hoch sind die Verlustquoten bei CFDs und Krypto-Perps für Privatkunden in Europa?

    Die ESMA-Auswertung von 2018 ergab, dass 74 % bis 89 % der CFD-Privatkundenkonten in den EU-Jurisdiktionen Geld verloren, mit durchschnittlichen Verlusten zwischen 1.600 € und 29.000 €. Perpetuals.com's eigener Datensatz zu Krypto-Perpetuals zeigt vergleichbare Verlustquoten, mit einem auffälligen Anteil vollständig…

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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