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Paradigm führt 9-Mio-Dollar-Runde in El Dorado an

Der Scheck ist klein, die Wette ist strukturell: Stablecoin-Schienen für die B2B-Korridore, die Nubank und Wise links liegen gelassen haben.

Paradigm hat eine 9-Mio-Dollar-Series-A in El Dorado angeführt, eine lateinamerikanische App für grenzüberschreitende Zahlungen, die 2022 von lateinamerikanischen Einwanderern gegründet wurde, die das Problem aus eigener Erfahrung kannten. Coinbase Ventures und Verda Ventures haben sich co-investiert. Das Unternehmen gibt bereits über 100.000 aktive Nutzer, mehr als 5 Millionen abgewickelte Transaktionen und Aktivitäten in 12 Ländern an, darunter Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, die Dominikanische Republik und Ecuador.

Warum das wichtig ist

Ricardo de Arruda, Partner bei Paradigm, beschrieb die grenzüberschreitenden Zahlungsströme in Lateinamerika als eine der am schlechtesten bedienten Chancen im globalen Finanzwesen und bezifferte den Markt auf deutlich über 100 Mrd. Dollar pro Jahr. CEO Guillermo Goncalvez sieht die adressierbare Zahl eher bei rund 1 Bio. Dollar jährlich, wovon ungefähr 60 % rein auf B2B entfallen — Importe und Exporte, nicht Privatkunden-Remittances. Der unterversorgte Bereich, so seine Darstellung, sind die internen Korridore: Brasilien–Bolivien ist bereits El Dorados frequenteste Strecke, und größere Fintechs wie Nubank und Wise konzentrieren sich nicht auf Märkte wie Bolivien, Paraguay, Ecuador und Peru. Genau diese Lücke ist der Ansatzpunkt.

Marktauswirkung

El Dorados B2B-Vorstoß baut auf Tempo auf, der Layer-1-Blockchain, die von Paradigm und Stripe inkubiert wird. Das Unternehmen gibt an, bereits über 100 Geschäftskunden an Bord geholt zu haben, wobei der dominierende Anwendungsfall Elektrofahrzeugimporte aus China sind. Das Produkt wickelt Multi-Sig- und Multi-Org-Strukturen sowohl um Stablecoin- als auch um Fiat-Schienen in einer einzigen App. Für Paradigm ist der Read-Through ein Portfolio-Synergie-Effekt — Tempo erhält einen echten Zahlungsanker in der Region, und El Dorado bekommt die Distributionsschienen einer Chain, die speziell für Geldmovement gebaut wurde. Die 9 Mio. Dollar sind bescheiden, aber die Korridor-These und die Tempo-Integration sind das, was die Runde tatsächlich bewertet.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist El Dorado und was macht das Unternehmen?

    El Dorado ist eine lateinamerikanische App für grenzüberschreitende Zahlungen, die 2022 von lateinamerikanischen Einwanderern gegründet wurde. Sie bedient Privat- und Geschäftskunden, die Geld in 12 LatAm-Ländern grenzüberschreitend transferieren, und kombiniert Stablecoin- und Fiat-Schienen in einer einzigen…

  2. Wie viel hat El Dorado eingesammelt und wer hat die Runde angeführt?

    Paradigm hat eine am Montag angekündigte Series A über 9 Millionen Dollar angeführt. Coinbase Ventures und Verda Ventures nahmen neben Paradigm als Co-Investoren teil.

  3. Warum gelten grenzüberschreitende Zahlungen in Lateinamerika als Chance?

    Ricardo de Arruda, Partner bei Paradigm, bezifferte die LatAm-Cross-Border-Flows auf über 100 Milliarden Dollar jährlich, während El-Dorado-CEO Guillermo Goncalvez den breiteren Markt eher bei rund 1 Billion Dollar pro Jahr sieht, wovon etwa 60 % auf B2B-Importe und -Exporte entfallen.

  4. Auf welche Korridore konzentriert sich El Dorado?

    El Dorados frequentester Korridor ist derzeit Brasilien–Bolivien. Das Unternehmen zielt auf unterversorgte interne LatAm-Strecken in Ländern wie Bolivien, Paraguay, Ecuador und Peru, auf die sich größere Fintechs wie Nubank und Wise nicht konzentrieren.

  5. Welche Rolle spielt Tempo im Produkt von El Dorado?

    El Dorados neuer B2B-Zahlungsdienst baut auf Tempo auf, der Layer-1-Blockchain, die von Paradigm und Stripe inkubiert wird. Das Produkt kombiniert Multi-Sig- und Multi-Org-Strukturen mit Stablecoin- und Fiat-Schienen in einer Anwendung.

Quellenangabe
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