Das Hochleistungsrechen-Geschäft von TeraWulf hat sein Bitcoin-Mining-Segment im vergangenen Quartal erstmals überholt: Die HPC-Mieteinnahmen erreichten 21 Mio. $, während die Einnahmen aus digitalen Assets knapp unter 13 Mio. $ lagen. Der Gesamtumsatz im Q1 belief sich auf 34 Mio. $ und blieb damit gegenüber 34,4 Mio. $ im Vorjahr nahezu unverändert — doch die Zusammensetzung hat sich gedreht. CEO Paul Prager bezeichnete es als „die erste Periode, in der sich HPC-Vermietung in unseren Finanzen tatsächlich widerspiegelt".
Warum das wichtig ist
Ehemalige Pure-Play-Bitcoin-Miner wandeln sich still und leise zu KI- und Hyperscaler-Infrastruktur-Investments, und TeraWulf ist inzwischen der sauberste Fall. Riot Platforms meldete im Q1 33,2 Mio. $ an erstmaligen Rechenzentrumsumsätzen, getrieben vor allem durch den AMD-Deal — ein ähnlicher Wandel bei einem deutlich größeren Miner. Das Muster: Cashflow-starke Mining-Operationen werden für KI- und HPC-Kunden in vertraglich gebundene Rechenkapazitäten umgewidmet, wobei die Ökonomie mehrjähriger Mietverträge eher Data-Center-REITs ähnelt als Krypto-nativer Infrastruktur. CFO Patrick Fleury fasste das Quartal als „ein Geschäft im Umbruch" zusammen, dessen Umsatz zunehmend an „stabile, vertraglich gebundene" Compute-Verträge gekoppelt ist.
Auswirkungen auf den Markt
Der Wandel ist nicht billig. TeraWulf wies einen Nettoverlust von 427,6 Mio. $ aus, der sich gegenüber 61,4 Mio. $ im Vorjahr vergrößerte — wobei fast die Hälfte aus nicht-zahlungswirksamen Warrant-Neubewertungen stammte. Die Kosten stiegen auf knapp 200 Mio. $, einschließlich 25,7 Mio. $ an Wertminderungen, die teilweise mit der Stilllegung von Mining-Rigs zusammenhingen. Am Standort Lake Mariner in New York erbringen inzwischen 60 MW HPC-Kapazität Umsatz, weitere Gebäude sollen im Laufe des Jahres online gehen. Das Unternehmen beendete das Q1 mit rund 3,1 Mrd. $ an Bargeld und gebundenem Bargeld und bekräftigte Pläne, jährlich 250 bis 500 Megawatt neuer vertraglich gebundener Kapazität hinzuzufügen. Die WULF-Aktie gab am Tag rund 1 % auf 23 $ nach — Investoren wägen den HPC-Erfolg gegen den ausgeweiteten Verlust ab.
Häufig gestellte Fragen
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Wann haben TeraWulfs HPC-Einnahmen die Bitcoin-Mining-Einnahmen überholt?
Erstmals im Q1 2025, als die HPC-Mieteinnahmen 21 Mio. $ erreichten, verglichen mit knapp unter 13 Mio. $ aus dem Mining digitaler Assets.
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Wie hoch war TeraWulfs Gesamtumsatz im Q1?
TeraWulf meldete 34 Mio. $ Gesamtumsatz, nahezu unverändert gegenüber 34,4 Mio. $ im Vorjahr — wobei sich der Mix deutlich in Richtung HPC-Verträge verschoben hat.
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Warum verlagert sich TeraWulf vom Bitcoin-Mining zu HPC?
Das Management richtet das Unternehmen auf vertraglich gebundene Compute-Leases für KI- und Hyperscaler-Kunden aus. CFO Patrick Fleury beschrieb die Einnahmen als zunehmend an „stabile, vertraglich gebundene" Compute-Verträge gekoppelt statt an die Mining-Ökonomie.
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Wie hoch war TeraWulfs Nettoverlust im Q1?
TeraWulf wies einen Nettoverlust von 427,6 Mio. $ aus, der sich gegenüber 61,4 Mio. $ im Vorjahr vergrößerte — wobei fast die Hälfte auf nicht-zahlungswirksame Warrant-Neubewertungen entfiel.
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Wie viel neue HPC-Kapazität plant TeraWulf hinzuzufügen?
TeraWulf bekräftigte Pläne, jährlich zwischen 250 und 500 Megawatt neue vertraglich gebundene Kapazität hinzuzufügen, und beendete das Q1 mit rund 3,1 Mrd. $ an Bargeld und gebundenem Bargeld.