Bitcoin ist in etwas mehr als einem Monat um 19% gestiegen und hat zum ersten Mal seit Januar die 80.000 $-Marke überschritten — und die Rallye findet parallel zu, nicht trotz, steigender Inflationssignale statt. Öl schwebt über 100 $, der Rohstoff-Futures-Index von Bloomberg hat ein Jahrzehnt-Hoch erreicht, und die Inflationserwartungen der US-Verbraucher steigen. In der alten Strategie wäre diese Kombination ein Gegenwind für BTC gewesen; höhere Inflation bedeutete historisch eine straffere Geldpolitik der Fed, höhere Renditen und weniger Appetit auf renditelose Vermögenswerte.
Dieser Zyklus sieht anders aus. Seit März haben die 11 an US-Börsen gelisteten Bitcoin-ETFs 4,45 Milliarden $ angezogen — fast die Abflüsse umkehrend, die den Preis im letzten Herbst belastet haben. Ryan Lee, Chefanalyst von Bitget Research, beschreibt den Wandel klar: Gold ist nicht mehr die Standardabsicherung; digitale Vermögenswerte werden zunehmend neben ihm betrachtet. Wincent's Paul Howard geht noch weiter und argumentiert, dass die Kombination von BTC aus endlichen…