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Perpetual Futures knacken 200 Mrd. Dollar Volumen

Perps dominieren mit mehr als $200 Mrd. Tagesvolumen und harter Margeneffizienz. Doch Funding-Rate-Risiken und geplatzte Versicherungsfonds von Börsen bleiben die versteckten Kosten, die Tradern zufolge die meisten Nutzer unterschätzen.

Perpetual Futures kommen inzwischen im Schnitt auf mehr als $200 Milliarden tägliches Krypto-Handelsvolumen, und für alle, die außerhalb von Bitcoin und Ether handeln, sind sie oft der einzige verfügbare Derivatemarkt. CoinDesk sprach mit den Tradern Lucas Krenn von STS Digital und dem unabhängigen Trader Kenneth Ong, die sich bei den Vorteilen nahezu einig waren: tiefe Liquidität, niedrige Gebühren und Margeneffizienz, durch die ein Kapitalpool Positionen über ein Dutzend Handelsplätze hinweg stützen kann. Termin-Futures für die meisten Altcoins seien zu illiquide, um nutzbar zu sein, sagten sie, und Netting nach CME-Art erzwinge auf regulierten Büchern einseitige Exponierung.

Warum das wichtig ist

Der Reiz ist strukturell, nicht optional. Perps lösen Zugang, Kosten und Kapitaleffizienz in einem Instrument, und ihre Rund-um-die-Uhr-Natur beginnt, die Preisfindung von traditionellen Handelsplätzen abzuziehen. Ong verwies auf das Eröffnungswochenende des Iran-Konflikts Ende Februar, als tokenisierte Öl-Perps auf Hyperliquid die Bewegung neu einpreisten, während der offizielle Markt geschlossen war. Beide Trader sehen eine beschleunigte „Perpifizierung“ von Rohstoffen und Aktien, sobald tokenisierte Basiswerte reifer werden, wodurch Termin-Futures am Ende ganz an den Rand gedrängt werden könnten.

Marktauswirkung

Die versteckten Kosten sind das Funding. Alle acht Stunden zahlen Longs oder Shorts einen variablen Satz, der beim Einstieg nicht fixiert und nach Eröffnung des Trades nicht mehr abgesichert werden kann. Krenn nannte ihn „zum Zeitpunkt des Trades nicht quantifizierbar und danach nicht absicherbar“, während Ong warnte, dass er bei lange gehaltenen Positionen einen profitablen Trade in einen Verlust verwandeln kann. Die Asymmetrie wirkt auch in die andere Richtung: Positives Funding schrumpft schnell, weil Stablecoin-Halter es wegarbitrieren können, negatives Funding bleibt jedoch bestehen, wenn der Token-Float klein und konzentriert ist, wie in diesem Jahr bei Euler, wo Shorts etwa 1% alle vier Stunden zahlten. Dazu kommt der Crash vom 10. Okt., bei dem Börsen Verluste auf profitable Shorts umlegten, weil Versicherungsfonds die Gegenseite nicht auffangen konnten. Die Lehre ist klar: Perps haben Leverage demokratisiert, aber der Funding-Carry und das Margin-Modell des Handelsplatzes sind die Rechnungen, die Trader im Stillen weiter bezahlen.

Verwandte Tokens
$BTC $ETH

Häufig gestellte Fragen

  1. Warum bevorzugen Krypto-Trader Perpetual Futures gegenüber Termin-Futures?

    Perps bieten tiefe Liquidität, niedrigere Gebühren und deutlich bessere Margeneffizienz als Termin-Futures, die für die meisten Altcoins zu illiquide sind. Zudem können Trader im Hedge-Modus Longs und Shorts gleichzeitig halten, was ein Handelsplatz wie CME nicht erlaubt.

  2. Was ist eine Funding Rate bei Perpetual Futures?

    Sie ist eine wiederkehrende Gebühr, meist alle acht Stunden, die eine Seite des Trades an die andere zahlt, um den Perp-Preis am Spotpreis zu verankern. Anders als bei einem Termin-Futures-Kontrakt schwankt der Satz, solange die Position offen ist, und kann beim Einstieg nicht fixiert werden.

  3. Warum lassen sich negative Funding Rates schwerer drücken als positive?

    Positives Funding kann von jedem mit Stablecoins wegarbitriert werden, indem Spot gekauft und der Perp geshortet wird. Negatives Funding erfordert das Shorten des zugrunde liegenden Tokens, was meist nur bestehende Halter einfach tun können, und es wird fast unmöglich, wenn das Umlaufangebot klein und konzentriert ist.

  4. Was geschah beim Krypto-Crash am 10. Okt. im Zusammenhang mit Perps?

    Versicherungsfonds konnten Verluste aus liquidierten Longs nicht auffangen, daher legten Börsen die Verluste um, indem sie profitable Shorts zwangsweise schlossen. Die Episode zeigte, dass das Risiko aus dem Margin-Modell der Börse kam, nicht aus Perps selbst, traf Perp-Bücher aber am härtesten.

  5. Wie verändert Perpifizierung die Preisfindung für andere Assets?

    Rund um die Uhr handelbare Perps auf tokenisierte Rohstoffe oder Aktien lassen Trader 24/7 auf Nachrichten reagieren, unabhängig davon, wann der zugrunde liegende Markt geöffnet ist. Trader erwarten, dass sich dieser Trend auf weitere Anlageklassen ausweitet und den Nutzen von Termin-Futures am Ende weiter untergräbt.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 23d
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