Eine Untersuchung des Wall Street Journal ergab, dass Polymarket überwiegend Creator im College-Alter dafür bezahlte, inszenierte Gewinnwetten auf nahezu identischen Kopien seiner Website zu filmen — eine verdeckte Werbepraktik, die offenbar darauf ausgelegt ist, das inszenierte Material von der eigenen Audit-Spur der Plattform fernzuhalten.
Das Journal wertete mehr als 1.100 Videos aus und stellte fest, dass keine der gezeigten Wetten im Wert von rund 1,9 Millionen Dollar echt war. Die Creator wurden dafür bezahlt, auf Nachbau-Seiten zu drehen statt auf der live geschalteten Polymarket-Seite — ein struktureller Kniff, der es der Plattform erlaubt, sich von den Behauptungen zu distanzieren und gleichzeitig die sozialen Feeds mit vermeintlichen Gewinnscheinen zu fluten.
Warum das relevant ist
Prognosemärkte verkaufen die Idee, dass jeder einen echten Trade in einem öffentlichen Ledger verifizieren kann. Wenn die meistgeteilten Gewinne in den sozialen Medien auf nachgeahmten Domains inszeniert werden, bröckelt dieses Versprechen leise — nicht weil der plattformeigene Markt defekt ist, sondern weil der Trichter, der neue Nutzer auf ihn zuführt, es ist. Für eine Kategorie, die noch immer ihren regulatorischen Standort verhandelt, zählt das Vertrauensfundament ebenso viel wie das Volumen.
Marktauswirkung
Polymarket erklärte gegenüber dem Journal, man sei fairen und korrekten Märkten verpflichtet und werde das eigene Werbematerial prüfen. Da US-Sportwetten- und Wahlmärkte bereits unter der Lupe von Aufsichtsbehörden und im Hinblick auf Markensicherheit stehen, trifft diese Geschichte die gesamte Kategorie der Prognosemärkte in einem sensiblen Moment — nicht nur die Creator-Deals einer einzelnen Plattform.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat die WSJ-Recherche zu Polymarket ergeben?
Das WSJ wertete mehr als 1.100 Videos aus und fand heraus, dass Polymarket überwiegend Creator im College-Alter dafür bezahlte, inszenierte Gewinnwetten auf nahezu identischen Kopien seiner Website zu filmen. Keine der gezeigten Wetten im Wert von rund 1,9 Millionen Dollar war echt.
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Warum wurden die falschen Wetten auf Klon-Seiten gefilmt statt auf Polymarket selbst?
Die Creator wurden dafür bezahlt, auf Nachbau-Seiten zu drehen statt auf der live geschalteten Polymarket-Seite — ein struktureller Kniff, der es der Plattform erlaubt, inszeniertes Material von der eigenen Audit-Spur fernzuhalten und gleichzeitig soziale Feeds mit vermeintlichen Gewinnscheinen zu fluten.
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Wie hat Polymarket auf den WSJ-Bericht reagiert?
Polymarket erklärte gegenüber dem Journal, man sei fairen und korrekten Märkten verpflichtet und werde das eigene Werbematerial prüfen.
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Betrifft das auch Trades, die auf Polymarkets echter Plattform platziert wurden?
Die Untersuchung zielt auf Werbematerial, nicht auf das plattformeigene Settlement. Die Sorge ist, dass der soziale Trichter, der neue Nutzer auf den Markt zuführt, auf inszenierten Gewinnen aufgebaut ist — selbst wenn das live geführte Ledger unberührt bleibt.
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Warum ist das für Prognosemärkte als ganze Kategorie relevant?
Prognosemärkte verkaufen die Idee, dass jeder einen echten Trade in einem öffentlichen Ledger verifizieren kann. Da US-Sportwetten- und Wahlmärkte bereits unter Aufsichts- und Markensicherheits-Beobachtung stehen, treffen inszenierte Werbegewinne die gesamte Kategorie in einem sensiblen Moment.
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