Eine Gruppe republikanischer Senatoren unter Führung von Sen. Cynthia Lummis fordert die Federal Reserve, die FDIC und das Office of the Comptroller of the Currency auf, einen neuen Eigenkapitalrahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Ihr Argument: Das vom Basler Ausschuss festgelegte „1.250%-Risikogewicht" schließe regulierte Banken de facto vom Markt aus. In einem Schreiben an Fed-Vorsitzende für Bankenaufsicht Michelle Bowman, FDIC-Vorsitzenden Travis Hill und amtierenden Comptroller Jonathan Gould forderten die Gesetzgeber Eigenkapitalstandards, die „technologieneutral" sind und „Banken die Befugnis geben, sinnvoll an den Märkten für digitale Vermögenswerte teilzunehmen".
Mitunterzeichnet haben Sens. Dan Sullivan, Bill Hagerty, Bernie Moreno, Ted Budd und Jon Husted. Das Schreiben erreicht die Adressaten in derselben Woche, in der alle drei Aufsichtsbehörden vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses aussagen sollen. Es folgt auf eine gemeinsame Erklärung von FDIC, Fed und OCC aus dem März, die klarstellt, dass tokenisierte Wertpapiere dieselbe Eigenkapitalbehandlung erhalten sollen wie ihre nicht-tokenisierten Pendants — ein Grundsatz, der nach Ansicht der Senatoren „konsequent gelten" müsse für andere digitale Vermögenswerte.
Why it matters
Das 1.250%-Risikogewicht ist das größte einzelne strukturelle Hindernis für die Teilnahme von US-Banken am Kryptomarkt. Nach diesem Standard muss eine Bank, die 1 $ eines ungedeckten digitalen Vermögenswerts hält, rund 12,50 $ an Eigenkapital dagegen hinterlegen — ein faktisches Verbot. Eine Abschaffung oder Neukalibrierung dieser Zahl würde Bilanzverwahrung, Krypto-Kreditgeschäft, Stablecoin-Reserveverwaltung und tokenisierte US-Staatsanleihen wieder für Institute öffnen, die heute nur über Tochtergesellschaften oder qualifizierte Verwahrer agieren können. Dies fügt sich zudem in das umfassendere Marktstrukturgesetz ein, das der Kongress derzeit debattiert und das Banken — so die Senatoren — „ermächtigt, eine Reihe von Bilanzaktivitäten mit digitalen Vermögenswerten durchzuführen". Die Eigenkapitalvorgaben müssten also parallel landen, damit diese Ermächtigung überhaupt nutzbar wird.
Market impact
Der Vorstoß verlagert eine seit Langem schwelende regulatorische Pattsituation von einer Talking-Point-Debatte hin zu einer konkreten legislativen Forderung.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist das 1.250%-Risikogewicht für digitale Vermögenswerte?
Es ist ein Standard des Basler Ausschusses, der Banken verpflichtet, rund 12,50 $ an Eigenkapital für jeden 1 $ ungedeckten digitalen Vermögenswerts in ihrer Bilanz vorzuhalten — ein Niveau, das regulierte Banken faktisch davon abhält, solche Vermögenswerte direkt zu halten.
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Wer hat das Schreiben an die Bankenaufseher gesendet?
Sen. Cynthia Lummis führte eine Gruppe von sechs republikanischen Senatoren an, zu der außerdem Dan Sullivan, Bill Hagerty, Bernie Moreno, Ted Budd und Jon Husted gehörten.
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An welche Aufsichtsbehörden richtete sich das Schreiben?
Es war an Fed-Aufsichtschefin Michelle Bowman, FDIC-Vorsitzenden Travis Hill und amtierenden Comptroller of the Currency Jonathan Gould adressiert — alle drei sollten in derselben Woche vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses aussagen.
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Was soll das Schreiben bei den Aufsichtsbehörden bewirken?
Es soll einen neuen, technologieneutralen Eigenkapitalrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen, der US-Banken eine sinnvolle Teilnahme an Verwahrdienstleistungen, Kreditgeschäften, Stablecoin-Reserven und anderer Bilanzaktivität mit Krypto ermöglicht.
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Wie hängt dies mit dem umfassenderen Marktstrukturgesetz zusammen?
Die Senatoren weisen darauf hin, dass die im Kongress debattierte Gesetzgebung Banken ermächtigt, Bilanzaktivitäten mit digitalen Vermögenswerten durchzuführen — und argumentieren, die Eigenkapitalvorgaben müssten parallel erfolgen, sonst bleibe diese Ermächtigung faktisch unbrauchbar.