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Solana: Nur 20 Mio. SOL fehlten zum Netzwerkstillstand

Ein Routingausfall bei Teraswitch legte knapp 29 % des gestakten SOL offline und offenbarte, wie stark der Netzwerkanteil hinter einem einzigen Konnektivitätsanbieter konzentriert war.

Solana: Nur 20 Mio. SOL fehlten zum Netzwerkstillstand
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Solana: Nur 20 Mio. SOL fehlten zum Netzwerkstillstand

Solana kam am Mittwochmorgen nur rund 20 Millionen Token an einem kompletten Netzwerkstillstand vorbei, als ein Routingausfall beim Rechenzentrumsbetreiber Teraswitch fast 29 % des gestakten SOL offline legte, wie die Staking-Plattform Marinade Finance berichtete. Die Finalität auf Solana kommt vollständig zum Erliegen, wenn mehr als ein Drittel der gestakten Token ausfällt. Damit lag die Chain etwa 333.000 SOL unterhalb der Schwelle, die im Februar 2024 einen fünfstündigen Ausfall ausgelöst hatte. Teraswitch behob das zugrundeliegende Problem innerhalb von etwa 10 Minuten, der Datenverkehr floss ab 4:16 Uhr UTC wieder, allerdings blieben einige Validatoren die vollen 33 Minuten offline.

Warum es wichtig ist

Die fehlerhafte Internetroute entstand in Teraswitchs Einrichtung in Miami und breitete sich auf Rechenzentren in London, Amsterdam, Frankfurt, Singapur und Tokio aus. Dabei wurden rund 90 Validatoren offline genommen, während Nordamerika erreichbar blieb. Der Vorfall macht ein strukturelles Konzentrationsrisiko sichtbar, das Solana seit seinem Ausfallzyklus 2022 begleitet: Ein einziges autonomes System, AS2032, kontrollierte mehr als ein Viertel des gesamten gestakten SOL und lag damit über der Grenze, die Solanas eigenes Design als sicher voraussetzt. Als das Routing dieses Betreibers ausfiel, wurden fast all diese Token gleichzeitig dunkel, und die Backup-Systeme großer Validatoren einschließlich Helius griffen nie ein. Andere Betreiber verloren im selben Zeitfenster weitere 14 Millionen Token.

Marktauswirkungen

Die vom Ausfall betroffenen Validatoren verloren 333 SOL an Staking-Belohnungen, eine Summe, die laut Marinade von Validatorenbonds gedeckt wird. Das größere Exposure liegt darüber: 4,3 Milliarden Dollar in DeFi waren in Solana-Protokollen gebunden und wären eingefroren, hätte die Finalität gestoppt. Solanas Ruf für Durchsatz und niedrige Gebühren ging stets mit wiederholten Ausfällen einher, und Solanas knappes Entkommen am Mittwoch hält die Zentralisierungsfrage für institutionelle Investoren weiterhin klar auf der Agenda, wenn sie die Chain gegen Ethereum und seine L2s abwägen.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Wie nah kam Solana an einen kompletten Netzwerkstillstand?

    Rund 20 Millionen SOL, etwa 333.000 SOL unterhalb der Drittel-Schwelle beim Stake, ab der die Finalität auf der Chain vollständig zum Erliegen kommt.

  2. Was verursachte den Routingausfall?

    Eine fehlerhafte Internetroute aus Teraswitchs Einrichtung in Miami, die sich auf Rechenzentren in London, Amsterdam, Frankfurt, Singapur und Tokio ausbreitete.

  3. Wie lange dauerte der Ausfall?

    Teraswitch behob das zugrundeliegende Problem innerhalb von etwa 10 Minuten, der Datenverkehr floss ab 4:16 Uhr UTC wieder, einige Validatoren blieben jedoch die vollen 33 Minuten offline.

  4. Welche Validatoren waren betroffen?

    Rund 90 Validatoren wurden offline genommen, darunter der große Betreiber Helius. Die Backup-Systeme der meisten betroffenen Validatoren griffen in diesem Zeitfenster nie ein.

  5. Welches Zentralisierungsrisiko wird hier sichtbar?

    Ein einziges autonomes System, AS2032, kontrollierte mehr als ein Viertel des gesamten gestakten SOL und lag damit über der Grenze, die Solanas eigenes Design als sicher voraussetzt.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 11d
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