SpaceX hat seine Post-IPO-Gewinne vollständig abgebaut und ist in rund sechs Handelssitzungen nach einem anfänglichen Anstieg von etwa 50% auf den Emissionspreis um circa 34% vom Hoch nach dem Börsengang gefallen. Der Drawdown gleicht dem Tesla-IPO von 2010 fast bis ins Detail: Tesla legte ab dem Eröffnungskurs am 29. Juni 2010 rund 60% zu, rutschte innerhalb von vier Tagen wieder unter den IPO-Preis und markierte gut eine Woche später einen Boden, der 50% unter dem Hoch lag.
Warum das wichtig ist
Der Vergleich ist ungewöhnlich präzise. Beide Unternehmen werden von Elon Musk geführt, beide IPOs wurden im Juni eines Midterm-Wahljahres gepreist (12. Juni 2026 für SpaceX, 29. Juni 2010 für Tesla), und beide folgten der klassischen IPO-Sequenz: ein hype-getriebener Anstieg, ein vollständiger Rücklauf und die offene Frage, ob der IPO-Kurs einen dauerhaften Wert markiert oder nur ein Clearing-Ereignis darstellt. Der Präsentator skizzierte den langfristigen Rahmen: Er hat kein Interesse daran, Musk auf 20-Jahres-Sicht zu shorten, und würde eine anhaltende Schwäche in der zweiten Jahreshälfte 2026 als Akkumulationsfenster behandeln, so wie es 2010–2012 letztlich für Tesla der Fall war.
Auswirkungen auf den Markt
Die eine Variable, die nicht zu 2010 passt, ist das breitere Marktumfeld. 2010 nahm der S&P 500 sein Februartief mit einem Julitief heraus und kehrte danach nie wieder dorthin zurück, und genau dort markierte Tesla seinen generationellen Boden. In diesem Jahr hat der S&P seit dem Märzhoch erst einen Rückgang von rund 10% gesehen; das historische Muster über Midterm-Jahre hinweg (2010, 2014, 2018, 2022) ist ein zweites, größeres Bein nach unten in der zweiten Jahreshälfte, das häufig im September seinen Höhepunkt erreicht, bevor es abrollt. Sollte dieser zweite Rückgang kommen und das März-Tief herausnehmen, dürfte SpaceX einen Boden markieren, der Jahre hält. Geschieht dies nicht, folgt auf das aktuelle Niveau ein Bounce und später im Jahr ein weiterer Test, wobei die Richtung dieses Bounce (höheres Hoch versus tieferes Hoch) bestimmt, ob die Jahresend-Basis ein höheres oder tieferes Tief darstellt. Der Basisfall ist eine range-gebundene Seitwärtsbewegung bis Jahresende, kein klarer Ausbruch, wobei das eigentliche Akkumulationsfenster wahrscheinlich bei jeder Schwäche des S&P im zweiten Bein aufgeht.
Häufig gestellte Fragen
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Wie stark ist SpaceX vom Post-IPO-Hoch gefallen?
SpaceX liegt rund 34% unter dem Hoch nach dem Börsengang, nachdem die Aktie nach dem IPO anfänglich rund 50% auf den Emissionspreis zugelegt hatte, und gab den gesamten Post-IPO-Gewinn in etwa sechs Handelssitzungen wieder ab.
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Wie lässt sich das SpaceX-IPO mit dem Tesla-IPO von 2010 vergleichen?
Beide Unternehmen werden von Elon Musk geführt, beide wurden im Juni eines Midterm-Wahljahres gepreist, und beide folgten demselben Muster: ein anfänglicher Anstieg, eine vollständige Rückgabe innerhalb weniger Tage und die Frage, ob der IPO-Kurs dauerhaften Wert markierte. Tesla legte ab Eröffnung ~60% zu, rutschte…
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Warum ist der S&P 500 die Schlüsselvariable für SpaceX?
2010 nahm der S&P sein Februartief mit einem Julitief heraus, und genau dort setzte Tesla seinen generationellen Boden. In diesem Jahr hat der S&P seit dem Märzhoch erst einen Rückgang von ~10% gesehen, sodass das zweite, größere Bein, das Midterm-Jahre typischerweise liefern, noch aussteht.
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Was ist der Basisfall für SpaceX bis Jahresende?
Eine range-gebundene Seitwärtsbewegung bis Jahresende statt eines klaren Ausbruchs, mit einem weiteren Test nach unten in der zweiten Jahreshälfte 2026, falls der S&P die historische Korrektur im zweiten Bein liefert. Ein echtes Akkumulationsfenster könnte sich bei jedem Move öffnen, der das März-Tief herausnimmt.
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Ist der Analyst langfristig bullisch für SpaceX?
Ja, auf 20-Jahres-Sicht wettet er explizit nicht gegen Musk und würde jede ausgedehnte Schwäche in der zweiten Jahreshälfte 2026 als Akkumulationsfenster behandeln, so wie es 2010 bis 2012 letztlich für Tesla war.