Befürworter von Stablecoins weisen Versuche, Renditen im Rahmen des Clarity Act zu beschränken, offen zurück und argumentieren, die Branche werde jede Obergrenze genauso umgehen, wie Fintechs bereits die Anreizstrukturen des traditionellen Bankwesens umgehen.
„Es gibt eine Million Wege, die Katze zu häuten“, lautete die Formulierung auf einem kürzlichen Branchenpanel, wo der CEO von Borderless.xyz der Idee widersprach, dass es strukturell gefährlich sei, Stablecoin-Inhaber zu belohnen. Der Fintech-Sektor zahle seit Jahren renditeähnliche Anreize an Nutzer, argumentierte er, und das US-Bankensystem sei nicht zusammengebrochen.
Der CEO von MoneyGram ging noch weiter und zog eine Parallele zwischen Stablecoins und Fiat-Währungen. Da Stablecoins zunehmend wie Fiat behandelt würden – abgewickelt, verwahrt und über dieselben Zahlungswege bewegt –, werde das Argument, sie sollten keine Rendite abwerfen, immer schwerer zu verteidigen, sagte er. Die Branche behandelt die Frage nicht als ob, sondern wie Erträge irgendwann erlaubt sein werden und wie sie dann strukturiert sein werden.
Warum es wichtig ist
Der Clarity Act ist das Gesetzgebungsvorhaben, das den US-Rahmen für Stablecoins formt, und die Frage der Belohnungen steht im Mittelpunkt des Widerstands der Bankenlobby. Banken argumentieren, dass Stablecoin-Emittenten, die Renditen an Inhaber weitergeben können, einen unfaire Finanzierungsvorteil gegenüber traditionellen Einlagen erhielten. Befürworter aus der Branche halten dagegen, dass der Geist bereits aus der Flasche sei – Wallets, Neobanken und Bonusprogramme böten seit Jahren vergleichbare Renditen über Cashback, Treuepunkte und Staking-Proxys.
Auswirkungen auf den Markt
Die Rahmung der Debatte ist entscheidend für die Emittenten, die der US-Regulierung am stärksten ausgesetzt sind: Circle ($USDC), Tether und die von Banken geführten Konsortien, die darum wetteifern, eigene Token auf den Markt zu bringen.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der Clarity Act und was bedeutet er für Stablecoins?
Der Clarity Act ist das US-Gesetzgebungsvorhaben, das den föderalen Rahmen für Stablecoins formt. Seine zentrale offene Frage ist, ob Stablecoin-Emittenten Renditen an Inhaber weitergeben dürfen – ein Kampf, den Banken mit Nachdruck einschränken wollen.
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Warum wollen Banken Renditen auf Stablecoins verbieten?
Banken argumentieren, dass renditezahlende Stablecoins Emittenten einen unfaire Finanzierungsvorteil gegenüber traditionellen Einlagen verschaffen und so die Einlagenbasis gefährden, die das Kreditwesen finanziert.
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Wie könnten Emittenten ein Renditeverbot umgehen?
Stimmen aus der Branche erwarten strukturierte Umgehungen: umhüllte Produkte, Off-Chain-Treuebelohnungen, gebührenfreie Remittance-Korridore und Cashback-Programme, die die gleiche wirtschaftliche Rendite liefern, ohne technisch Zinsen auf den Token zu zahlen.
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Welche Unternehmen sind vom Ausgang des Clarity Act am stärksten betroffen?
Circle ($USDC), Tether und die von Banken geführten Konsortien, die eigene Stablecoins auf den Markt bringen wollen, sind alle unmittelbar davon betroffen, wie Belohnungen im endgültigen Gesetz letztlich behandelt werden.
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Warum halten Stablecoin-Befürworter Renditen für unausweichlich?
Sie argumentieren, dass Fintechs bereits renditeäquivalente Belohnungen über Cashback und Treueprogramme zahlen, ohne das Bankensystem zu sprengen, und dass Stablecoins zunehmend wie Fiat abgewickelt und verwahrt werden – was den Einwand, sie keine Rendite erzielen zu lassen, immer schwerer zu verteidigen mache.