Analysten der Standard Chartered schätzen, dass tokenisierte Vermögenswerte auf Public Blockchains bis Ende 2028 ein Volumen von 4 Billionen Dollar erreichen könnten, wobei sich die Zahl gleichmäßig auf Stablecoins und tokenisierte Real-World Assets wie Anleihen und Fonds verteilt. Geoffrey Kendrick, globaler Leiter der Digital-Assets-Forschung der Bank, argumentierte in einem am Montag veröffentlichten Bericht, dass Dezentrale-Finance-Protokolle positioniert seien, zur Kerninfrastruktur dieser Märkte zu werden — und Handel, Kreditvergabe und Collateral-Management zu übernehmen, während Kapital Onchain wandert.
Der Bericht stellte die Komponierbarkeit in den Mittelpunkt — die Fähigkeit blockchain-basierter Vermögenswerte, Börsen, Kreditsysteme und Settlement-Rails, auf einem gemeinsamen Ledger zu operieren, sodass ein einziger tokenisierter Vermögenswert gleichzeitig Rendite erwirtschaften, einen Kredit besichern und handelbar bleiben kann. Die traditionelle Finanzwelt leitet diese Funktionen weiterhin über separate Intermediäre, was nach Kendricks Worten Reibung erzeugt, die das Onchain-Modell beseitigt.
Warum das wichtig ist
BlackRocks tokenisierter Treasury-Fonds BUIDL, emittiert über Securitize, wurde als früher Proof Point angeführt: Der Fonds kann Treasury-Renditen generieren, als Collateral dienen und mit Kreditprotokollen interagieren — ganz ohne bilaterale Integrationen. Kendrick ergänzte, dass eine klarere US-Regulierung — konkret der CLARITY Act, der in der vergangenen Woche aus dem Senate Banking Committee vorrückte — institutionelles Kapital beim Onchain-Wandel beschleunigen könnte, falls er noch in diesem Jahr in Kraft tritt.
Marktauswirkungen
Der Bericht vertrat die These, dass wachsende Onchain-Volumina über höheren Protokoll-Throughput letztlich in höhere Bewertungen der DeFi-Protokoll-Tokens übersetzen werden. Kendrick wies zudem darauf hin, dass etablierte DeFi-Protokolle durch Audits, Versicherungsmechanismen und professionellere Governance resilienter werden — auch wenn jüngste Exploits bei Drift und KelpDAO zusammen fast 600 Millionen Dollar abgezogen haben. „Etablierte DeFi-Protokolle erscheinen gut positioniert, um die institutionellen Brücken aufzubauen, die für eine Skalierung nötig sind", schrieb er.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist Standard Chartered s 4-Billionen-Dollar-Prognose zur Tokenisierung?
Analysten der Standard Chartered schätzen, dass tokenisierte Vermögenswerte auf Public Blockchains bis Ende 2028 ein Volumen von 4 Billionen Dollar erreichen könnten, gleichmäßig verteilt auf Stablecoins und tokenisierte Real-World Assets wie Anleihen und Fonds.
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Warum glaubt StanChart, dass DeFi-Protokolle tokenisierte Märkte anführen werden?
Geoffrey Kendrick, globaler Leiter der Digital-Assets-Forschung der Bank, argumentierte, DeFi-Protokolle seien die für tokenisierte Vermögenswerte native Infrastruktur, weil Komponierbarkeit es einem einzelnen Token erlaubt, auf einem geteilten Ledger Rendite, Collateral und handelbares Instrument zugleich zu sein.
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Welche Rolle spielt der CLARITY Act in der StanChart-These?
Der Bericht verwies auf den CLARITY Act, der in der vergangenen Woche aus dem Senate Banking Committee vorrückte, als möglichen Katalysator, um mehr institutionelle Vermögenswerte Onchain zu bringen, falls er noch in diesem Jahr in Kraft tritt.
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Wie ordnete der Bericht die jüngsten DeFi-Exploits ein?
Kendrick räumte ein, dass Hacks bei Drift und KelpDAO zusammen fast 600 Millionen Dollar abgezogen haben, argumentierte jedoch, größere Protokolle würden durch Audits, Versicherungsmechanismen und professionellere Governance resilienter.
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Können DeFi-Protokoll-Tokens vom Tokenisierungswachstum profitieren?
Der Bericht vertrat die These, dass mehr Onchain wandernde Vermögenswerte mehr Throughput auf DeFi-Protokollen bedeuten, was letztlich höhere Bewertungen der Protokoll-Tokens stützen sollte.