Stripe, Visa und Mastercard stehen kurz vor der Einführung einer gemeinsamen Stablecoin-Plattform, an der sich laut drei mit den Plänen vertrauten Personen auch Coinbase beteiligen könnte. Die vier Namen berühren gemeinsam den Großteil des US-Kartenvolumens und die beiden größten US-lizenzierten Krypto-Börsen, und das Konsortium würde ihre kürzlich erworbenen Stablecoin-Stacks unter eine einzige Abwicklungs-Infrastruktur ziehen.
Der Deal käme in einem Moment, in dem der globale Stablecoin-Markt nach CoinGecko-Daten auf rund $325 Milliarden gewachsen ist, dominiert von Tethers $115 Milliarden USDT und Circles $76 Milliarden USDC. USDC ist dabei besonders relevant, weil Coinbase mit Circle eine bis August laufende Umsatzbeteiligungs-Vereinbarung hat, wonach Coinbase 100 % der Zinserträge auf der eigenen Plattform gehaltene USDC behält und Off-Platform- sowie DeFi-Erlöse 50/50 teilt. Eine gemeinsame Stablecoin-Plattform mit Visa, Mastercard und Stripe würde Coinbase in die unangenehme Lage versetzen, die eigenen Nachfolge-Konditionen mit Circle neu zu verhandeln und gleichzeitig mit den Kartennetzen konkurrierende Infrastruktur mitaufzubauen.
Warum es zählt
Jeder der vier Namen hat in den letzten 18 Monaten still denselben Stack zusammengesetzt. Stripe kaufte Bridge Ende 2024 für $1,1 Milliarden. Mastercard übernahm Anfang dieses Jahres BVNK und erklärte diese Woche, die Always-on-Stablecoin-Abwicklung ausweiten zu wollen. Coinbase startete Ende letzten Jahres einen White-Label-Stablecoin-Service sowie das Zahlungsprodukt Coinbase Business. Eine gemeinsame Plattform ist der natürliche Endpunkt dieser parallelen M&A – eine einzige Rail, über die jedes Netzwerk dieselbe Abwicklung an seine Händlerbasis weiterverkaufen kann, statt vier konkurrierende zu betreiben.
Das Signal für den Rest der Branche ist strukturell: Die größten Closed-Loop-Zahlungsnetze der Welt bewegen sich von „stablecoin-curious" zu „stablecoin-native". Karten-Acquirer, Merchant Processor und Software-Plattformen, die darauf gewartet haben, dass eines dieser vier Unternehmen den Standard setzt, bekommen jetzt alle vier auf einmal.
Marktauswirkungen
Das Timing ist speziell für USDC relevant.
Häufig gestellte Fragen
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Welche Unternehmen stehen hinter der neuen Stablecoin-Plattform?
Stripe, Visa und Mastercard stehen kurz vor dem Launch einer gemeinsamen Stablecoin-Plattform, an der laut drei mit den Plänen vertrauten Personen auch Coinbase eine Beteiligung erwägt.
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Wie groß ist der aktuelle Stablecoin-Markt?
Der globale Stablecoin-Markt ist nach CoinGecko-Daten auf rund $325 Milliarden gewachsen, dominiert von Tethers $115 Milliarden USDT und Circles $76 Milliarden USDC.
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Welche Stablecoin-Infrastruktur haben diese Unternehmen bereits übernommen?
Stripe kaufte Bridge Ende 2024 für $1,1 Milliarden, Mastercard übernahm Anfang dieses Jahres BVNK, und Coinbase startete Ende 2024 einen White-Label-Stablecoin-Service sowie Coinbase Business für Stablecoin-Zahlungen.
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Was beinhaltet die Umsatzbeteiligungs-Vereinbarung zwischen Coinbase und Circle?
Seit August 2023 haben Coinbase und Circle eine Umsatzbeteiligungs-Vereinbarung, wonach Coinbase 100 % der Zinserträge auf der eigenen Plattform gehaltene USDC behält und Off-Platform- sowie DeFi-Erlöse 50/50 teilt. Der Deal steht im August zur Verlängerung an.
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Warum ist das für Tether relevant?
Eine gemeinsame Plattform der größten US-Kartennetze könnte jedem Händler weltweit Always-on-Stablecoin-Abwicklung bieten und damit USDTs Offshore-Vertriebs-Vorteil im Cross-Border-Remittance-Geschäft und im Emerging-Markets-Handel unter Druck setzen.