Stripe, Visa und Mastercard stehen kurz davor, eine gemeinsame Stablecoin-Plattform zu starten, so drei Personen, die mit den Plänen vertraut sind, wobei auch Coinbase eine Teilnahme in Erwägung zieht. Dieser Schritt vereint die größten Namen im globalen Zahlungsverkehr auf einer einzigen Stablecoin-Infrastruktur — ein Signal dafür, dass der Stablecoin-Markt im Wert von 325 Milliarden Dollar von kryptonativen Rails zu mainstream Finanzsystemen übergeht.
Warum es wichtig ist
Dies ist keine spekulative Wette — jedes Unternehmen hat bereits Kapital in den Bereich investiert. Stripe zahlte Ende 2024 1,1 Milliarden Dollar für das Stablecoin-Infrastrukturunternehmen Bridge. Mastercard erwarb Anfang dieses Jahres BVNK und kündigte diese Woche an, dass es plant, die immer verfügbare Stablecoin-Abwicklung auszubauen. Visa baut seit Jahren stillschweigend Stablecoin-Abwicklungsfähigkeiten auf. Eine gemeinsame Plattform würde es allen dreien ermöglichen, eine gemeinsame Infrastruktur zu nutzen, anstatt konkurrierende Silos zu schaffen, was die Akzeptanz bei Händlern und Banken dramatisch beschleunigen würde.
Die potenzielle Beteiligung von Coinbase fügt eine weitere Ebene hinzu: Die Börse betreibt bereits einen White-Label-Stablecoin-Service und hält eine Umsatzbeteiligungsvereinbarung mit Circle über USDC — einem Token mit einer Marktkapitalisierung von 76 Milliarden Dollar — die im August 2025 zur Erneuerung ansteht. Der Beitritt zur Plattform könnte die Struktur dieses Deals neu gestalten.
Marktauswirkungen
Der Stablecoin-Markt wird derzeit von Tethers USDT mit 115 Milliarden Dollar dominiert, aber eine von Stripe, Visa und Mastercard unterstützte Plattform mit Coinbase-Vertrieb wäre der glaubwürdigste institutionelle Herausforderer dieser Dominanz, der je zusammengestellt wurde. Beobachten Sie USDC genau: Wenn Coinbase beitritt und die Plattform auf Circles Infrastruktur zurückgreift, könnte sich die Umsatzaufteilung von USDC nach August sehr anders gestalten.
CoinDesk