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Swift-Ledger transferiert tokenisierte Einlagen rund um die Uhr

Das Ledger verbindet Banken, ohne ihre internen Systeme oder Abwicklungsvereinbarungen zu ersetzen. Live-Transaktionen zeigen, dass grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb weniger Minuten abgewickelt werden können, auch am Wochenende.

Swift-Ledger transferiert tokenisierte Einlagen rund um die Uhr
Swift-Ledger transferiert tokenisierte Einlagen rund um die Uhr
Swift-Ledger transferiert tokenisierte Einlagen rund um die Uhr
Swift-Ledger transferiert tokenisierte Einlagen rund um die Uhr

Swifts Blockchain-basiertes Ledger kann tokenisierte Einlagen rund um die Uhr über Grenzen hinweg transferieren. Für die Anbindung benötigen Banken jedoch ein eigenes zugangsbeschränktes Ledger, Wallets für digitale Vermögenswerte sowie Möglichkeiten zur Tokenisierung und Ausführung von Smart Contracts. Lamine Brahimi, Mitgründer von Taurus, sagte, das System fungiere als Orchestrierungsschicht und ersetze weder die internen Systeme der Banken noch ihre bestehenden Abwicklungsvereinbarungen.

Warum das wichtig ist

Swift teilte im Juli mit, dass 17 Banken Live-Transaktionen mit tokenisierten Einlagen vorbereiteten. HSBC und Standard Chartered führten im August die erste Live-Interbanktransaktion auf dem Ledger durch. DBS und Citi wickelten später am Wochenende eine grenzüberschreitende Dollarzahlung innerhalb weniger Minuten ab. Bei herkömmlichen Verfahren kann dies bis zu zwei Werktage dauern.

Seit den 1970er-Jahren dominiert Swift die Finanzkommunikation und wickelt jährlich Geldtransfers von bis zu 1,5 Billiarden Dollar ab. Das Ledger eröffnet Banken die Möglichkeit, Zahlungen rund um die Uhr anzubieten, während die Einlagen auf ihren Bilanzen bleiben und bestehende Abwicklungsvereinbarungen weiter genutzt werden.

Auswirkungen auf den Markt

Das Modell setzt kompatible Infrastruktur auf beiden Seiten einer Zahlung voraus. Banken, die bereits digitale Vermögenswerte ausgeben oder verwalten, dürften die zusätzliche Technologie leichter einführen können. Andere müssen die nötigen Ledger-, Wallet-, Tokenisierungs- und Smart-Contract-Lösungen aufbauen oder beschaffen.

Brahimi bezeichnete das Ledger als Produkt in einer frühen Entwicklungsphase, das Banken die Wahl zwischen bestehenden Zahlungswegen und tokenisierten Einlagen lässt. Taurus kündigte seine Swift-Integration im August an und erklärt, seine Plattform stelle die erforderlichen Funktionen bereit. Die abgeschlossenen Transaktionen zeigen einen Weg zu schnelleren grenzüberschreitenden Zahlungen am Wochenende. Eine breitere Nutzung hängt jedoch davon ab, dass Banken über die nötige Infrastruktur zur Anbindung verfügen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Welche Infrastruktur benötigen Banken für die Anbindung an Swifts Ledger?

    Banken benötigen ein zugangsbeschränktes Ledger, Funktionen für Wallets digitaler Vermögenswerte sowie Tools für Tokenisierung und Smart Contracts.

  2. Ersetzt Swifts Blockchain-Ledger die internen Systeme der Banken?

    Nein. Es dient als Orchestrierungsschicht für Zahlungen, während die Banken ihre internen Systeme und bestehenden Abwicklungsvereinbarungen beibehalten.

  3. Welche Banken haben Live-Transaktionen auf dem Ledger abgeschlossen?

    HSBC und Standard Chartered führten die erste Live-Interbanktransaktion durch. DBS und Citi wickelten später eine grenzüberschreitende Dollarzahlung am Wochenende ab.

  4. Wie schnell wurde die grenzüberschreitende Zahlung am Wochenende abgewickelt?

    Die Zahlung von DBS und Citi wurde innerhalb weniger Minuten abgewickelt. Bei herkömmlichen Verfahren kann dies bis zu zwei Werktage dauern.

  5. Worin unterscheiden sich tokenisierte Einlagen in Swifts Modell von Stablecoins?

    Tokenisierte Einlagen in Swifts Modell bleiben auf den Bankbilanzen. Stablecoins hingegen werden außerhalb des Bankensystems ausgegeben.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 15d
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