Die US-Regierung hat unauffällig ein Portfolio von Unternehmensbeteiligungen im Wert von rund 27 Mrd. $ aufgebaut. Die Positionen verteilen sich auf mindestens 30 Unternehmen, ohne dass ein zentrales öffentliches Register sie erfasst. Das Portfolio ist aus einem Flickenteppich aus staatlichen Rettungsprogrammen, Kreditfazilitäten aus der Pandemiezeit und Vergütungen entstanden, die statt Bargeld im Zuge von Insolvenzen und Restrukturierungen gezahlt wurden.
Warum das wichtig ist
Anders als bei den Staatsfonds Norwegens oder Singapurs, deren Beteiligungen vierteljährlich vollständig transparent veröffentlicht werden, ist die US-Position über das Finanzministerium, die Federal Reserve, die FDIC und die Small Business Administration verstreut. Kritiker sagen, diese Intransparenz mache es den Märkten unmöglich, die implizite staatliche Absicherung hinter einzelnen Emittenten einzupreisen. Befürworter argumentieren, die Beteiligungen seien nie als langfristiges politisches Instrument gedacht gewesen und sollten abgebaut werden, sobald sich die Märkte normalisieren.
Marktauswirkungen
Ohne zentrale Offenlegung sind Analysten auf Fußnoten in Behördenberichten und Gerichtsunterlagen angewiesen, um das Buch zu rekonstruieren. Diese Lücke lässt Anleger rätseln, welche Unternehmen noch einen staatlichen Aktionär haben und welche Risiken Washington im nächsten Abschwung auffangen könnte.
Häufig gestellte Fragen
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Wie groß ist das Unternehmensbeteiligungsportfolio der US-Regierung?
Es umfasst rund 27 Mrd. $ in mindestens 30 Unternehmen und entstand durch staatliche Rettungsprogramme, Kreditfazilitäten aus der Pandemiezeit und Aktien, die bei Insolvenzrestrukturierungen übernommen wurden.
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Welche Behörden halten diese Unternehmensbeteiligungen?
Die Positionen sind über das Finanzministerium, die Federal Reserve, die FDIC und die Small Business Administration verstreut. Ein zentrales Register, das die Bestände bündelt, gibt es nicht.
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Warum gibt es keinen einzigen öffentlichen Tracker für die Beteiligungen?
Das Portfolio entstand stückweise aus getrennten Programmen und Fazilitäten statt aus einem einheitlichen Investitionsmandat. Deshalb verteilt sich die Offenlegung auf die Berichte und Einreichungen der einzelnen Behörden.
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Wie schneidet die Transparenz der USA im Vergleich zu anderen staatlichen Investoren ab?
Fonds wie Norwegens Government Pension Fund und Singapurs GIC veröffentlichen vierteljährlich Beteiligungslisten. In den USA müssen Anleger Positionen dagegen aus Fußnoten und Gerichtsunterlagen rekonstruieren.
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Welches Marktrisiko birgt ein intransparentes staatliches Aktienbuch?
Ohne gebündelte Offenlegung können Anleger die implizite staatliche Absicherung hinter bestimmten Emittenten nicht einpreisen und kaum abschätzen, welche Firmen in einem künftigen Abschwung Washington noch als Aktionär haben.