Titan Network gibt an, dass zwei der zehn größten KI-Unternehmen der Welt Workloads auf seinem crowdsourced Computing-Netzwerk ausführen und dabei bis zu 75 % weniger zahlen als bei herkömmlicher Cloud-Kapazität. Die Infrastruktur basiert laut Unternehmen auf rund 4 Millionen verbundenen Endgeräten weltweit, von denen zu jedem Zeitpunkt etwa 1 Million online sind.
Gründer und Chief Strategy Officer Konstantin Tkachuk stellte das Modell auf der Proof-of-Talk-Konferenz in Paris als direkte Pipeline von Unternehmensausgaben für KI an die Besitzer von Endkundenhardware vor. Zu den namentlich genannten Kunden zählen Tencent, Alibaba und die KI-Videoplattform Kling AI. Wenn diese Kunden für Datenaufgaben bezahlen — Web Scraping, Datenerfassung, Content Delivery — leitet Titan 80 % der Erlöse an die Personen weiter, deren Geräte und Bandbreite die Arbeit erledigt haben, ausgezahlt über ein Browser-Plugin oder eine spezialisierte Software, die der Nutzer installiert.
Warum es wichtig ist
Titan ist Teil der DePIN-Kategorie, neben Akash Network und Aethir, aber der Fokus auf Endgeräte ist der strukturelle Unterschied. Wo Akash und Aethir freie Zyklen auf institutionellen Servern bündeln, wirbt Titan damit, dass jeder Laptop, jedes Smartphone und jeder ungenutzte Internetanschluss zu Hause ein Kandidat für einen Node ist. Das Modell funktioniert nur, wenn die Gerätebetreiber der Abrechnungsschicht vertrauen — und genau hier kommen die 80-prozentige Erlösbeteiligung und die Blockchain-Abwicklung ins Spiel. Das Unternehmen behauptet, bereits rund 5 % des KI-Datenmarkts in Asien erobert zu haben — ein kleiner, aber nicht unbedeutender Keil gegen die zentralisierten Hyperscaler.
Marktauswirkungen
Die Kostenkurve der KI-Infrastruktur ist der eigentliche Treiber. Trainings- und Inferenz-Workloads sind weiterhin durch GPU-Zugang und Stromversorgung ausgebremst, und jede Alternative, die 75 % Einsparungen verspricht, wird von Käufern ernsthaft geprüft. Wenn Titans Zahlen einer Prüfung standhalten, ist der Rückschluss für den breiteren DePIN-Sektor bullish — Aggregation auf Endkundenseite wird investierbar, sobald mindestens ein Projekt Enterprise-fähige Kunden zu hyperscaler-vergleichbaren Kosten vorweisen kann.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist Titan Network und wie verdient es Geld mit KI?
Titan Network bündelt ungenutzte Rechenressourcen von Endgeräten über ein Browser-Plugin oder eine spezialisierte Software und vermietet diese Kapazität als dezentrale Cloud an KI-Unternehmen. Angeblich zahlen Kunden bis zu 75 % weniger als bei herkömmlichen Cloud-Anbietern, und Titan leitet 80 % der…
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Wer sind Titans namentlich genannte Kunden?
Titan hat Tencent, Alibaba und die KI-Videoplattform Kling AI als Kunden benannt. Gründer Konstantin Tkachuk erklärte außerdem, dass zwei der zehn größten KI-Unternehmen der Welt das Netzwerk nutzen, ohne sie zu nennen.
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Wie unterscheidet sich Titan von Akash Network oder Aethir?
Alle drei gehören zur DePIN-Kategorie dezentraler physischer Infrastrukturnetzwerke, doch Akash und Aethir bündeln freie Rechenleistung institutioneller Server. Titans Ansatz zielt auf Endgeräte — Laptops, Smartphones und Heimanschlüsse — wodurch die Gerätebetreiber zu den Erlösempfängern werden.
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Wie groß ist Titans Netzwerk heute?
Titan gibt an, rund 4 Millionen Endgeräte weltweit integriert zu haben, von denen etwa 1 Million jederzeit online sind. Das Unternehmen behauptet, rund 5 % des KI-Datenmarkts in Asien erobert zu haben.
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Welche Risiken bestehen für Titans Geschäftsmodell?
Die Koordination von 4 Millionen Endgeräte-Nodes ist operativ aufwendig, und die Qualität der Rechenleistung auf ungenutzter Endkundenhardware ist strukturell geringer als bei institutionellen Serverfarmen. Die Aussage zu 75 % Einsparungen hängt zudem vom Workload-Typ ab — nicht jede KI-Aufgabe eignet sich für die…