Britische Abgeordnete drängen die Bank of England, zwei Eckpfeiler ihres vorgeschlagenen Stablecoin-Regimes zu überarbeiten, eine Ausgabeobergrenze von rund 53 Milliarden US-Dollar (40 Milliarden Pfund) für pfandgedeckte Token sowie eine Anforderung von 40 Prozent unverzinslicher Barreserven, bevor der Rahmen endgültig festgelegt wird. Sie warnen, das Paket könnte den heimischen GBP-Stablecoin-Markt ersticken, bevor er überhaupt beginnt.
Warum es wichtig ist
Der BoE-Entwurf behandelt regulierte Stablecoins als eine Form systemischen Zahlungsgelds, gleichrangig mit Einlagen Geschäftsbanken, und nicht als Technologieschicht oberhalb des Bankensystems. Diese Haltung zwingt Emittenten, einen großen Teil des Float mit sterilem Bargeld bei der Zentralbank zu unterlegen, das nichts abwirft und Pfund-Stablecoins de facto aus dem Wettbewerb mit den ertragsbringenden USDT, USDC und EURC drängt, die bereits im Vereinigten Königreich zirkulieren. Abgeordnete argumentieren, die strukturelle Belastung bedeute, dass sich keine britische Bank, kein Zahlungsdienstleister und kein Fintech die Mühe mache, einen regulierten Pfund-Token zu prägen, wodurch das Land bei seinen On-Chain-Sterling-Aktivitäten weiter von Dollar- und Euro-Stablecoins abhängig bleibe.
Marktauswirkungen
Bleibt die Obergrenze nach der Konsultation bestehen, ist die praktische Deckelung im Verhältnis zu den britischen Zahlungsströmen gering und würde konforme Emittenten ins Ausland oder in unregulierte Hüllen treiben, was genau den Verbraucherschutz untergräbt, den die BoE anführt. Das Zeitfenster für eine Korrektur ist eng: Der Rahmen braucht weiterhin die Genehmigung des britischen Finanzministeriums (HM Treasury) und eine parlamentarische Lesung, bevor die BoE das Lizenzregime formal eröffnet. Eine Lockerung hin zu dem unverzinslichen Puffer von 5 bis 10 Prozent, wie er in den US- und EU-Regelwerken verwendet wird, wäre die sauberste Lösung; die vorgeschlagenen 40 Prozent bezeichnen die Abgeordneten als den Bruchpunkt.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist die von der Bank of England vorgeschlagene Obergrenze für Pfund-Stablecoins?
Der Entwurf der Bank of England setzt eine Obergrenze von rund 53 Milliarden US-Dollar (40 Milliarden Pfund) für die Ausgabe regulierter, pfandgedeckter Stablecoins fest, zusammen mit einer Anforderung von 40 Prozent unverzinslicher Barreserven, die Emittenten bei der Zentralbank halten müssen.
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Warum wehren sich britische Abgeordnete gegen die Stablecoin-Regeln der BoE?
Abgeordnete argumentieren, die Obergrenze und der unverzinsliche Reservepuffer von 40 Prozent seien strukturell bestrafend, würden regulierte GBP-Stablecoins gegenüber USDT, USDC und EURC aus dem Markt drängen und das Vereinigte Königreich bei On-Chain-Sterling-Aktivitäten von Dollar- und Euro-Token abhängig machen.
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Wie verhält sich die 40-Prozent-Reserveanforderung der BoE zu den US- und EU-Regeln?
Der vorgeschlagene britische Puffer liegt deutlich über dem Anteil unverzinslicher Barreserven von rund 5 bis 10 Prozent, der in den US- und EU-Stablecoin-Regelwerken üblich ist, und genau diese Lücke bezeichnen die Abgeordneten als Bruchpunkt in der Konsultation.
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Was passiert, wenn die vorgeschlagene Obergrenze nicht geändert wird?
Bleibt der Rahmen in seiner aktuellen Form bestehen, werden konforme Emittenten voraussichtlich ins Ausland abwandern oder sich in unregulierte Strukturen hüllen, womit, so die Abgeordneten, das Verbraucherschutz-Argument der BoE untergraben würde.
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Wie geht es weiter mit dem britischen Stablecoin-Regime?
Der Rahmen benötigt weiterhin die Zustimmung des HM Treasury und eine parlamentarische Lesung, bevor die Bank of England das Lizenzregime für regulierte Pfund-Stablecoins formal eröffnet.