Das Vereinigte Königreich verhängte am Dienstag Sanktionen gegen Huobi Global S.A. — die Einheit, die mittlerweile zu HTX umbenannt wurde — und wirft der Börse vor, durch Finanzdienstleistungen für A7 LIMITED LIABILITY COMPANY, ein Unternehmen in einem für Moskau strategisch bedeutsamen Sektor, einen Vorteil erlangt oder die Regierung Russlands unterstützt zu haben. Im selben Paket wurde auch Garantex Europe OU sanktioniert, gemeinsam mit Aifory Pro und Arvix LLC. Es ist das erste Mal, dass das UK seine kryptospezifische Regulation 17A gegen Börsen anwendet. Die Benennungen wurden im offiziellen Sanktionsregister des Vereinigten Königreichs bestätigt.
HTX, der Rebrand des mit Justin Sun verbundenen Huobi, befand sich bereits im Visier der britischen Aufsichtsbehörden: Im Februar hatte die Financial Conduct Authority ein Gerichtsverfahren gegen die Börse eingeleitet, weil diese angeblich rechtswidrige Finanzwerbung auf ihrer Website sowie auf TikTok, X, Facebook, Instagram und YouTube veröffentlicht hatte. HTX reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Sun, Mitglied des globalen Beirats der Börse, hatte zuvor erklärt, der Rebrand solle HTX helfen, mit den globalen Wettbewerbern Schritt zu halten.
Warum es wichtig ist
Regulation 17A wurde entworfen, um dem Vereinigten Königreich ein schnelleres, kryptonatives Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem es die digitalen Vermögensströme abwürgen kann, auf die sanktionierte Jurisdiktionen angewiesen sind, und dies ist das erste Mal, dass sie gegen eine namentlich genannte Börse eingesetzt wird. Die Wahl von HTX — einer Plattform mit hoher Liquidität und starker globaler Markenpräsenz — schafft einen Präzedenzfall: Das UK bekräftigt nun öffentlich, dass auch eine große, kundenorientierte Börse als benannte Einheit gelten kann, wenn sie mit einem strategisch bedeutsamen russischen Geschäftspartner in Berührung kommt. Andere Börsen, die im selben geografischen Raum tätig sind, werden die Benennungsmitteilung Zeile für Zeile lesen.
Auswirkungen auf den Markt
Die Marktreaktion ist die kleinere der beiden Geschichten; der Präzedenzfall ist die größere. Im UK ansässige Gegenparteien und Bankenpartner haben nun die klare Pflicht, jede Beziehung zu HTX abzuwickeln, andernfalls drohen sekundäre Risiken, und die A7-Benennung liefert OFSI eine erprobte Vorlage für die nächste Russland-verknüpfte Krypto-Einheit, die sie benennen will.
Häufig gestellte Fragen
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Warum hat das UK Sanktionen gegen HTX verhängt?
Das UK hat Huobi Global S.A. (jetzt HTX) sanktioniert und wirft der Börse vor, durch Finanzdienstleistungen für A7 LIMITED LIABILITY COMPANY, ein Unternehmen in einem für Moskau strategisch bedeutsamen Sektor, einen Vorteil erlangt oder die Regierung Russlands unterstützt zu haben.
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Ist dies das erste Mal, dass das UK seine kryptospezifischen Sanktionsbefugnisse einsetzt?
Ja. Das UK hat Regulation 17A erstmals gegen Krypto-Börsen angewandt und in einem einzigen Paket HTX, Garantex Europe OU, Aifory Pro und Arvix LLC benannt.
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Welche Verbindung besteht zwischen HTX und Justin Sun?
HTX ist der Rebrand von Huobi Global, und Justin Sun ist Mitglied des globalen Beirats der Börse. Er hatte zuvor erklärt, der Rebrand solle HTX helfen, mit den globalen Wettbewerbern Schritt zu halten.
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Hat HTX bereits vorher regulatorische Probleme im UK gehabt?
Ja. Im Februar leitete die britische Financial Conduct Authority ein Gerichtsverfahren gegen HTX ein, weil die Börse angeblich rechtswidrige Finanzwerbung auf ihrer Website sowie auf TikTok, X, Facebook, Instagram und YouTube veröffentlicht hatte.
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Was bedeutet dies für HTX' im UK ansässige Gegenparteien?
Im UK ansässige Banken, Zahlungspartner und Dienstleister haben die klare Pflicht, jede Beziehung zu HTX abzuwickeln, andernfalls droht eine sekundäre Sanktionsexposition. Die Benennung liefert OFSI zugleich eine erprobte Vorlage, um die nächste Russland-verknüpfte Krypto-Einheit zu benennen.