Südkoreas größte Krypto-Exchange Upbit hat sich mit der Optimism Foundation zusammengetan, um eine neue Ethereum Layer 2 namens GIWA Chain zu starten – und ist damit der erste Kunde auf der neu formalisierten „Self-Managed“-Unternehmensstufe von Optimism. Im Rahmen der Vereinbarung betreibt Upbit einen eigenen Rollup-Sequencer, während Optimism technischen Support, ein Failover-Sicherheitsnetz und laufendes Monitoring bereitstellt. Die Chain läuft aktuell im Testnet; die beiden Unternehmen haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um das Backup-Arrangement auf institutionellem Niveau zu formalisieren.
Warum das wichtig ist
Mit dem Launch richtet Optimism seine Enterprise-Strategie neu aus – weg von Miete, hin zu Eigentum. „Was wir von den größten Exchanges und institutionellen Betreibern durchgehend hören, ist, dass sie die Chain, auf der ihre Nutzer Transaktionen abwickeln, besitzen wollen und nicht mieten“, sagte Jing Wang, Director der Optimism Foundation. Self-Managed liegt über der bestehenden „Fully Managed“-Stufe, auf der Optimism den Sequencer betreibt, die Konfiguration kontrolliert und die operative Hoheit hält – brauchbar für krypto-native Projekte, aber ein No-Go für regulierte Handelsplätze.
Upbit gibt an, mehr als 13 Millionen registrierte Nutzer zu haben und wurde auf CoinGecko im kumulierten Spot-Handelsvolumen bereits weltweit auf Platz 2 geführt. „Bei dieser Größe rechnet sich das Mieten fremder Infrastruktur schlicht nicht mehr“, schrieb Optimism in seinem Blogbeitrag. Der Sequencer ist für einen Betreiber dieser Größenordnung in zwei Dimensionen entscheidend: Er bestimmt, welche Transaktionen in welchen Block landen (relevant für Compliance) und vereinnahmt die Gebühren der Nutzer – eine durchaus relevante Einnahmequelle.
Marktauswirkungen
GIWA Chain reiht sich in rund drei Dutzend Netzwerke ein, die bereits auf dem OP Stack laufen, darunter Coinbase' Base, Krakens Ink, Uniswaps Unichain, World, Zora und Sonys Soneium. Die meisten dieser operator-kontrollierten Chains betreiben in der Praxis schon heute eigene Sequencer; Self-Managed bündelt diese Konstellation lediglich zu einer formalen, unterstützten Stufe mit vertraglichem Sicherheitsnetz – Failover-Sequencer, priorisierte Patches und dedizierte Betreuung.
Die Superchain-Ökonomie gilt unverändert: Unabhängige OP-Stack-Chains, die Interoperabilität und Infrastruktur teilen, zahlen einen kleinen Anteil der Sequencer-Einnahmen an das Optimism Collective zurück.
Häufig gestellte Fragen
-
Was ist die GIWA Chain?
Die GIWA Chain ist ein Ethereum-Layer-2-Netzwerk, das von Südkoreas größter Krypto-Exchange Upbit auf Basis des OP Stack der Optimism Foundation gebaut wurde. Sie ist der erste Kunde auf der neu formalisierten „Self-Managed“-Unternehmensstufe von Optimism: Upbit betreibt den eigenen Rollup-Sequencer, Optimism liefert…
-
Warum hat sich Upbit für Self-Managed statt Fully Managed entschieden?
Self-Managed erlaubt es Upbit, die operative Kontrolle über den Sequencer zu behalten, der Transaktionen in Blöcke ordnet und die Nutzergebühren vereinnahmt. Bei Fully Managed betreibt Optimism den Sequencer selbst, kontrolliert die Konfiguration und hält die operative Hoheit – für krypto-native Projekte machbar, für…
-
Welche anderen großen Unternehmen nutzen den OP Stack für eigene Chains?
Rund drei Dutzend Netzwerke laufen bereits auf dem OP Stack, darunter Coinbase' Base, Krakens Ink, Uniswaps Unichain, World, Zora und Sonys Soneium. Die meisten dieser operator-kontrollierten Chains betreiben bereits eigene Sequencer; Self-Managed bündelt diese Konstellation zu einer formalen, unterstützten Stufe.