Das Weiße Haus überprüft einen Vorschlag in der frühen Phase von SEC und CFTC zur Überarbeitung der Swap-Berichtspflichten, so Bloomberg. Die Überprüfung signalisiert, dass die Regierung ein aktives Interesse daran hat, das Berichtswesen für Derivate nach Dodd-Frank neu zu gestalten, bevor formelle Regelungen beginnen.
Warum es wichtig ist
Die Regeln zur Swap-Berichterstattung bilden die Grundlage dafür, wie Aufsichtsbehörden systemische Risiken im Derivatemarkt überwachen — einem Markt, der in nominaler Größe die Aktienmärkte übertrifft. Jede Überarbeitung könnte beeinflussen, wie Gegenparteien, Clearingstellen und Handelsregister Positionen offenlegen, was potenziell die doppelten Berichtspflichten verringern könnte, die seit langem von der Branche kritisiert werden, während gleichzeitig die Daten umgestaltet werden, die Aufsichtsbehörden zur Identifizierung von Konzentrationsrisiken verwenden.
Marktauswirkungen
In diesem Stadium ist der Vorschlag noch in der frühen Phase und es wurde noch kein Regeltext veröffentlicht, sodass die direkten Marktauswirkungen begrenzt sind. Das Signal, auf das man achten sollte, ist, ob die Überprüfung durch das Weiße Haus die Ambitionen der Behörden beschleunigt oder moderiert — ein weniger strenger Ansatz würde von Derivatehändlern allgemein begrüßt, während ein strengeres Berichtswesen die Compliance-Kosten im gesamten Swap-Markt erhöhen könnte. Krypto-native perpetual und strukturierte Produkte, die zunehmend traditionellen Swaps ähneln, könnten je nach den endgültigen Definitionen ebenfalls in den Geltungsbereich fallen.