KI-Agenten führten über das x402-Protokoll von Coinbase mehr als 138 Millionen Transaktionen durch und bezahlten mit Kryptowährungen für Daten, Rechenleistung und KI-Dienste. Chainalysis stellte fest, dass Wallets mit Bezug zu den USA 88,1 % der geografisch zugeordneten Zahlungen für KI-Modell-Inferenz ausmachten, chinesischen Wallets hingegen 0,1 %. Mehr als 87 % der untersuchten x402-Zahlungen waren höchstens 10 Cent wert.
Warum das wichtig ist
Die Zahlen deuten auf einen Anwendungsfall für Krypto-Zahlungen hin, bei dem traditionelle Kartennetzwerke wirtschaftlich an ihre Grenzen stoßen können: winzige, automatisierte Käufe ohne menschliches Zutun. Stablecoins können Beträge unter einem Cent übertragen und Software-Agenten so ermöglichen, digitale Dienste nach Bedarf zu bezahlen. Coinbase erlaubt Geschäftskunden inzwischen auch, Zahlungen von KI-Agenten anzunehmen. Visa, Mastercard und Stripe unterstützen ebenfalls x402.
Die Aktivität belegt keine breite kommerzielle Nutzung. Im Juli verarbeitete x402 innerhalb von 30 Tagen rund 75 Millionen Zahlungen im Wert von 24 Millionen US-Dollar. Die Zahl der Transaktionen allein zeigt nicht, wie viel davon auf echter Nachfrage beruht. Chainalysis stellte außerdem fest, dass Wallets, die erstmals im zweiten Quartal 2026 finanziert wurden, innerhalb von 30 Tagen häufiger weitere Einzahlungen erhielten als Wallets mit erster Einzahlung im dritten Quartal 2025: 89,3 % gegenüber 70,6 %. Die durchschnittliche Zeit zwischen dem Geldeingang und der ersten x402-Zahlung sank von 73 Tagen Ende 2025 auf 18 Minuten im dritten Quartal 2026.
Auswirkungen auf den Markt
Die geografische Verteilung unterschied sich je nach Dienst. Chinesische Wallets machten rund 90 % der geografisch zugeordneten Zahlungen für Sicherheits- und Code-Analysedienste aus. Ein großer Teil davon ging an AgentLisa, eine KI-gestützte Plattform zur Prüfung von Smart Contracts. Chainalysis warnte, dieses Muster belege nicht, dass Open-Weight-Modelle den Markt für kostenpflichtige Inferenz in Asien schrumpfen lassen.
Bei Krypto-Zahlungen wird entscheidend sein, ob sich kleine Zahlungen von Agenten zu einer anhaltenden und wirtschaftlich relevanten Nutzung entwickeln. Die aktuellen Daten zeigen eine zunehmende Aktivität über x402, bilden aber nicht den gesamten globalen Markt für KI-Zahlungen ab.
Häufig gestellte Fragen
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Für welche Dienste zahlten KI-Agenten über x402?
Die Agenten nutzten Kryptowährungen, um für Daten, Rechenleistung, KI-Modell-Inferenz und andere digitale Dienste zu bezahlen.
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Welcher Anteil der erfassten Zahlungen für KI-Modell-Inferenz entfiel auf Wallets mit Bezug zu den USA?
Wallets mit Bezug zu den USA machten 88,1 % der geografisch zugeordneten Zahlungen für KI-Modell-Inferenz aus, chinesische Wallets 0,1 %.
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Warum eignen sich Stablecoins für Mikrozahlungen von KI-Agenten?
Stablecoins können Zahlungen unter einem Cent abwickeln. So können Agenten digitale Dienste in Beträgen kaufen, die traditionelle Kartennetzwerke womöglich nicht wirtschaftlich verarbeiten können.
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Wie gering war der Wert der meisten untersuchten x402-Zahlungen?
Mehr als 87 % der untersuchten x402-Zahlungen waren höchstens 10 Cent wert.
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Belegen die x402-Transaktionszahlen eine breite kommerzielle Nachfrage?
Nein. Die Transaktionszahlen zeigen Aktivität, belegen aber nicht, wie viel davon auf echter kommerzieller Nachfrage beruht. Auch bilden sie nicht den gesamten globalen Markt für KI-Zahlungen ab.
CoinDesk