Mehr als 40 Krypto-Firmen – darunter Coinbase, Kraken, Binance.US und MEXC, die Verwahrer Anchorage Digital, BitGo und Copper sowie die Market Maker GSR, FalconX und Auros – haben am Mittwoch die Transparency Alliance ins Leben gerufen, um die Offenlegung von Insider-Allokationen, Market-Maker-Deals, Börsenlistungsbedingungen und Rückkaufprogrammen durch Token-Projekte zu vereinheitlichen. Die Allianz stützt sich auf das Token Transparency Framework von Blockworks, das seit seinem Start im Juni 2025 bereits Meldungen für 44 Protokolle hervorgebracht hat, darunter Morpho, Jupiter, Spark und dYdX.
Das Framework bietet zwei Meldepfade: eine einmalige Offenlegung, die lose an eine S-1-Aktienregistrierung für neue Token-Starts angelehnt ist, sowie eine fortlaufend aktualisierte Meldung für etablierte Protokolle. Beide erfassen die rechtliche Struktur, Insider-Allokationen, Market-Maker-Vereinbarungen, Börsenlistungsbedingungen und Rückkaufprogramme. Die Nutzung ist für Emittenten und Plattformen kostenlos; Blockworks monetarisiert Daten, Research und Software, die auf dem Standard aufsetzen.
Warum es zählt
„Wenn Investoren eine Aktie kaufen, verstehen sie, was sie besitzen. Wenn sie einen Token kaufen, ist das nicht der Fall“, sagte Blockworks-Mitgründer Jason Yanowitz gegenüber CoinDesk. Der Kontext ist entscheidend, weil institutionelle Allokateure immer wieder Offenlegungslücken als Grund genannt haben, warum ihre Krypto-Allokationen unter dem Niveau bleiben, das das Liquiditätsprofil der Anlageklasse ansonsten zulassen würde. Blockworks hat Mitarbeiter der SEC und der CFTC zum Framework gebrieft; Yanowitz zufolge haben die Aufseher Appetit auf „bessere Klassifizierung, bessere Offenlegung und mehr Marktintegrität in Krypto“ signalisiert.
Auswirkungen auf den Markt
Kurzfristig liest sich die Allianz als legitimierend – konkurrierende Börsen, Verwahrer und Market Maker, die sich auf einen gemeinsamen Offenlegungsstandard einigen, sind genau die Art von Infrastruktur, die Institutionen sehen wollen, bevor sie Positionen aufbauen. Die härtere Bewährungsprobe ist die Verbreitung: 44 Protokolle haben seit Juni 2025 gemeldet, doch das ist nur ein Bruchteil der aktiv gehandelten Token.
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Häufig gestellte Fragen
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Was ist die Transparency Alliance?
Eine Branchenkoalition aus über 40 Krypto-Firmen – darunter Coinbase, Kraken, Binance.US, MEXC, Anchorage Digital, BitGo, Copper, GSR, FalconX und Auros – die am Mittwoch gegründet wurde, um Token-Offenlegungen über Blockworks' Token Transparency Framework zu vereinheitlichen.
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Was müssen Emittenten im Rahmen des Token Transparency Framework offenlegen?
Die Meldungen umfassen die rechtliche Struktur, Insider-Token-Allokationen, Market-Maker-Vereinbarungen, Börsenlistungsbedingungen und Rückkaufprogramme. Für neue Launches gibt es eine einmalige S-1-artige Offenlegung, für etablierte Protokolle eine fortlaufend aktualisierte Meldung.
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Wie viele Krypto-Projekte haben bereits im Rahmen des Frameworks gemeldet?
44 Protokolle haben seit dem Start des Standards im Juni 2025 Meldungen nach dem Token Transparency Framework eingereicht, darunter Morpho, Jupiter, Spark und dYdX.
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Haben sich US-Aufseher mit dem Framework befasst?
Ja. Blockworks hat das Framework mit Mitarbeitern sowohl der Securities and Exchange Commission als auch der Commodity Futures Trading Commission erörtert; Mitgründer Jason Yanowitz sagte, die Aufseher hätten Appetit auf bessere Klassifizierung, Offenlegung und Marktintegrität in Krypto signalisiert.
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Bewertet das Framework, ob ein Token eine gute Investition ist?
Nein. Yanowitz hat klar gemacht, dass die Allianz Offenlegungsdaten standardisiert, nicht die Investmentqualität. Das erklärte Ziel ist, Investoren die Informationen zu geben, selbst zu entscheiden – nicht zu filtern, welche Tokens gehandelt werden.