Der Verkaufsdruck bei Altcoins ist laut CryptoQuant-Daten, die diese Woche hervorgehoben wurden, auf ein Mehrijahrestief gefallen. Der Indikator misst den Anteil des Altcoin-Angebots, der mit Verlust bewegt wird – ein Verhaltensproxy, der historisch nahe an Stimmungsextremen seinen Boden findet.
Die Lesart: Halter kapitulieren nicht mehr in die Käufe hinein, und die Coins, die bei einer Erholungsrally normalerweise abgestoßen würden, bleiben liegen. CryptoQuant hat in früheren Zyklen auf ähnliche Tiefststände als Erschöpfungssignale verwiesen, wobei ein Mehrijahrestief in diesem Indikator eine Stimmungslesart ist, kein bestätigter Preisboden.
Warum es zählt
Ein Mehrijahrestief beim Verlustrealisierungsdruck ist die Art On-Chain-Signal, die der Markt für gewöhnlich erst am Ende einer Korrektur wieder sieht. Wenn fast niemand mehr mit Verlust verkauft, liegt das verbleibende Angebot in überzeugten Händen statt in Panik, und der marginale Verkäufer ist erschöpft. Es ist eine saubere Verhaltenslesart, auch wenn das Preisbild den Wendepunkt noch nicht bestätigt hat.
Marktauswirkung
Der Winkel ist die Asymmetrie. Falls auch nur ein kleiner Teil des schlafenden Altcoin-Angebots in eine breitere Marktnachfrage zurückkehrt, reist die fehlende Zahl erzwungener Verkäufer den Preisimpuls weiter. Der Indikator wird beobachtet, ob er am Boden festgenagelt bleibt oder zu seinem langfristigen Mittel zurückrollt.